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Schadstoffe im Schnuller

Okt. 2009

Eine aktuelle Untersuchung von Global 2000 hat in Babyschnullern verschiedener Marken geringe Mengen der Substanz Bisphenol A nachgewiesen, die eine hormonelle (östrogenartige) Wirkung haben kann. Bisphenol A wurde vor allem im Schild des Schnullers und geringfügig auch im Sauger gefunden. Diese Substanz ist ein Ausgangsstoff der Kunststoffherstellung, für den bestimmte Grenzwerte von der EFSA (European Food Safety Authority) mit aktuell 50 ug pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt sind.


Es ist nicht bekannt, ob die Substanz von Kindern, die Schnuller verwenden, auch tatsächlich in relevanter Dosis aufgenommen werden. Das Gesundheitsministerium hat dazu festgestellt, dass es keinen Rückschluss darauf gibt, ob und wie viel von dieser Substanz beim Lutschen überhaupt von den Kindern aufgenommen wird und eine Prüfung angeordnet.

Achten Sie beim Kauf jedenfalls auf Markenprodukte mit niedrigem Gehalt (siehe Bild) und nehmen Sie bei Auslandsreisen ausreichend Reserveschnuller mit, denn nicht überall - auch nicht in ganz Europa - ist ein hoher Standard verfügbar.

Was ist Bisphenol A

Bisphenol A (BPA) ist ein hormonähnlicher Stoff mit östrogenartiger Wirkung und steht im Verdacht, gesundheits- und erbgutschädigend zu sein. Es stört nicht nur die Sexualentwicklung, sondern auch die Gehirnentwicklung bei Mäusen und Vögeln in entsprechend hohen Dosen.

Bisphenol A  ist ein zugelasener Ausgangsstoff in der Kunststoff-Herstellung.Wie die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bestätigt, sind Materialien und Lebensmittel bei Einhaltung des Grenzwertes für den Menschen sicher. Diese Meinung teilt auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung und als vergleichbare Einrichtung in Österreich die AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit).

Sie finden die Studie im Detail unter Bisphenol.

 

Der Inhalt dieser Seite wurde am 4. Oktober 2009 erstellt.