Beikost
Frage:
Hallo, Herr Dr. Peter Voitl! Unsere Tochter ist nun 23 Wochen, also knapp sechs Monate, alt. Ich habe sie bis zur Vollendung des fünften Monats voll gestillt. Seit drei Wochen gebe ich ihr mittags einen Gemüsebrei (Pastinake, Kürbis od. Karotte). Diese Woche habe ich den Brei um Kartoffeln erweitert. Sie mag jede Variation sehr gern.Allerdings verweigert sie die Abendmahlzeit (Hirsebrei od. Schmelzflocken). Sie spuckt den Brei direkt wieder aus, weint und zeigt mir ganz deutlich, dass er ihr nicht schmeckt. Dann will sie an die Brust, trinkt da ca. 10 Minuten und schläft ca. drei Stunden. Dann wird sie wieder gestillt und kommt dann fast stündlich, die ganze Nacht durch...was sehr anstrengend ist. Ich wünsche mir so sehr, dass sie mal länger oder sogar durchschläft.Kann ich ihr denn abends etwas anderes sättigendes anbieten, anstatt einen Milch-Getreidebrei? Ist ein Gemüsebrei am Abend auch in Ordnung? Oder wird das für ihre Verdauung schwierig? Kann der Gemüsebrei abends auch mit einer Stärkebeilage gegeben werden, z.B. Kartoffeln od. Reis? Oder gibt es andere Möglichkeiten? Übrigens verweigert sie die Flasche komplett...also Tee od. Wasser trinkt sie nicht aus der Flasche. Sie will nur an die Brust. Was kann ich da tun? Ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen und freue mich auf Ihre Antwort! Viele Grüße, N. von I.
Antwort:
Bieten Sie abends einen Getreidebrei an, der flüssig ist; also mit Breisauger und nicht mit dem Löffel gegeben werden kann und erweitern Sie zunehmend das Angebot an Gemüse- und Obstbrei. Durstgefühl entwickelt sich erst, wenn Ihre Tochter mehr als die Hälfte ihrer Kost als feste Nahrung zu sich nimmt, davor ist keine zusätzliche Flüssigkeit notwendig. Reduzieren Sie zudem die Stillmahlzeiten nach und nach um den Umstieg zur Kleinkinderkost zu erleichtern.
Der Inhalt dieser Seite wurde am 30. März 2010 erstellt.
Der Inhalt dieser Seite wurde am 5. April 2010 letztmalig geändert.




