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Blähungen und Aufstossen

Frage von: Fr. O. 

Frage:

Sehr geehrter Hr. Dr. Voitl!! Und zwar hab ich seit ca 1-2 Wochen das Problem, dass meine Tochter meistens um den Abend rum kurz vor`m einschlafen immer mit Blähungen und/oder aufstossen zu kämpfen hat!! Sie ist 8 Monate und bekommt 3 mal Brei und 2 Flaschenmahlzeiten (zur Nacht und früh)!! Instantbrei erbricht sie, und von dem Abendbrei aus dem Glas bekommt sie noch schlimmere Blähungen!! Sie bekommt jetzt abends immer Getreidebrei (190ml)aus dem Glas und ein Fruchtbecher (100ml), sonst ist sie nicht satt!!! Sie schläft zur Zeit auch sehr schlecht und kämpft regelrecht gegen das schlafen, bis sie gar nicht mehr kann (und ich dann auch nicht mehr)!! Können sie mir vielleicht helfen??? Vielen Dank im Vorraus!! MfG

Antwort:

Der Stoffwechsel von Säuglingen unterscheidet sich von dem der Erwachsenen vor allem durch das rasche Wachstum - in den ersten sechs Monaten wird das Geburtsgewicht etwa verdoppelt, im ersten Lebensjahr etwa verdreifacht - und teilweise unausgereiften Organfunktionen. Dadurch kann es zu Blähungen kommen. 

Hier ein paar Tipps:

  • Stillende Mütter von Babys mit Blähungen sollten auf Kuhmilch oder blähende Nahrungsmittel verzichten
  • Lassen Sie ihr Baby schon während der Mahlzeit häufig aufstoßen, damit sich nicht zuviel Luft in seinem Bäuchlein ansammelt.
  • Auch Fenchel-Kümmel-Anis-Tees , wie z.B. der Stilltee aus der Apotheke kann gut helfen. Stillende Mütter können ihn selber trinken, und Babynahrung kann darin zubereitet werden.
  • Wenn Sie die Flasche geben, lassen Sie das Fläschchen nach der Zubereitung solange stehen, bis sich der Schaum vom Schütteln gesetzt hat.
  • Leichte Bauchmassagen oder ein warmes Bad können die Situation entspannen.
  • Es gibt Spezialnahrungen für Babys wie beispielsweise Novalac oder Comformil. Besprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt, ob für Ihr Baby eine dieser Nahrungen in Frage kommt.
  • Auch Kümmelzäpfchen helfen ausgezeichnet.

Eventuell kann eine Untersuchung auf bestimmte Soffwechselkrankheiten (wie Zöliakie) nach Rücksprache mit dem Kinderarzt empfehlenswert sein.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 19. Januar 2009 erstellt.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 17. April 2009 letztmalig geändert.