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einschlafen

Frage von: max

Frage:

hallo! mein sohn wurde neulich ins krankenhaus eingeliefert...diagnose: affektkrämpfe. immer wenn er etwas haben will und nicht bekommt, reagiert er aus wut bzw. enttäuschung mir augenverdrehen und schreien, seine lippen laufen blau an und er hält dann die luft an bis zur ohnmacht, bevor er wieder zu sich kommt. EEG ergab keine weiteren auffälligkeiten. nun meine frage: wir würden ihm gern den einschlafrhythmus umgewöhnen...er kann momentan nur beim stillen bzw. beim einwaageln einschlafen. er wacht dann sehr schnell wieder auf und das ganze prozedere beginnt von neuem. wie kann ich das ganze am besten umsetzen bzw. muss ich medizinisch bedacht nehmen, kann da etwas passieren, wenn wir ihn nun "anders" einschlafen lassen und er seinen willen nicht bekommt bzw. dann wieder anfälle bekommt. kann da was schwerwiegenderes passieren?

mfg & danke!

Antwort:

Ich würde jedenfalls zu einer Änderung des Einschalfens raten, da die Situation auf Dauer für alle Beteiligten sehr anstrengend sein kann. Diese Umstellung ist oft nicht einfach, umsomehr ist Konsequenz wichtig.

Sprechen Sie als Eltern untereinander ab, wie Sie die Sache angehen wollen. Gehen Sie gleichzeitig mit Ihrem Baby zu Bett, um selbst genügend Ruhe zu bekommen. Verabreden Sie mit Ihrem Partner vorher, wann genau Sie aufstehen wollen.

Gute Ratschläge:


• Verbinden Sie das Schlafengehen Ihres Kindes mit etwas Gemütlichem. Lesen Sie ihm etwas vor, massieren Sie es, baden Sie es vor dem Zubettgehen usw.
• Halten Sie feste Bettzeiten ein.
• Bringen Sie Ihr Kind NIE "zur Bestrafung" ins Bett.
• Bringen Sie Ihr Kind stets zu Bett, bevor es übermüdet ist und buchstäblich vor Müdigkeit umfällt.
• Ihr Kind muss nicht sofort einschlafen. Lassen Sie das Kind im Bett zur Ruhe kommen.
• Wiegen wirkt in der Regel schlaffördernd.
• Dämpfen Sie das Licht , oder löschen Sie es ganz beim Zubettgehen.
• Dämpfen Sie das generelle Aktivitätsniveau der Familie, d. h.: drehen Sie den Fernseher oder die Musik leiser, dämpfen Sie Unterhaltungen ein wenig.
• Ist Ihr Kind nachts unglücklich, nehmen Sie es nicht hoch, sondern bleiben Sie nur bei ihm, bis es zur Ruhe kommt. Lassen Sie es sich NICHT in den Schlaf weinen. Ein weinendes Kind muss immer getröstet werden!
• Das Kind ins Bett der Eltern zu nehmen, kann dazu führen, dass Sie ihm dies später wieder abgewöhnen müssen. Andererseits ist es eine effektive Methode, Ihr Kind zum Einschlafen zu bringen.


Im Zuge der Entwicklung kann es zeitweise zu einem von der Norm abweichenden Schlafrhythmus ihres Kindes kommen.
Vergleichen Sie den Schlafrhythmus des KIndes mit den Schlafgewohnheiten naher Verwandter oder mit Ihrem eigenen als Kind. Es kann sein, dass sich hier Ähnlichkeiten feststellen lassen.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 11. Januar 2010 erstellt.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 13. Januar 2010 letztmalig geändert.