Große Feuermale
Frage:
Hallo, Mein Sohn, 3Jahre , hat seit der Geburt Großflächige Feuermale ( beide Arme, Brust, Schulterblätter und eins im Gesicht). Nun mussten wir zum ersten mal mit Ihm ins Krankenhaus und alle waren "begeistert" davon. Es kamen sogar Studenten um sich das anzusehen. Nun zu den Fragen Ist es so selten das es große Feuermale gibt? Es wurde auch vermutet, das er das Kippel- Trénaunay-Weber-Syndrom haben könnte. Wie wird sowas festgestellt und wie häufig kommt dieses vor. Muss wirklich wegen den Feuermalen noch ein MRT vom Kopf gemacht werden? Ich weiß es sind viele Fragen aber es herrscht doch etwas unsicherheit bei uns. Vielen Dank für die Mühen. Mit freundlichem Gruß Sonja Lenz
Antwort:
Blutschwämme sind nicht selten bei Kindern. Ein Hämangiom (Blutschwamm) ist ein gutartiger Tumor der Blutgefäße, der in verschiedenen Formen auftreten kann. Man unterscheidet zwischen einzelnen Hämangiomen und der Hämangiomatose, bei der mehrere Hämangiome gleichzeitig vorkommen.
Hämangiome können überall auftreten und erscheinen meist als bläulich bis rötliche Verfärbung. Sie kommen an der gesamten Körperoberfläche, v.a. jedoch an Kopf und Hals, und auch an inneren Organen vor; hier vor allem in der Leber. Hämangiome sind meist angeboren, zeigen unterschiedliche Wachstumstendenzen und bilden sich z.T. von alleine wieder zurück. Ab wann es zu einer Spontanrückbildung kommen wird, läßt sich allerdings in keinem Fall sicher vorhersagen. Selbst mehrere Hämangiome am selben Kind verhalten sich individuell unterschiedlich.
Das Klippel-Trénaunay-Weber-Syndrom ist ein angeborenes, seltenes Fehlbildungssyndrom der Gefäße, das durch ein großes Hämagiom und teilweisem Riesenwuchs gekennzeichnet ist.
Um das vollständige Ausmaß der Fehlbildung der Gefäße zu erkennen, müssen alle Gefäße untersucht werden. Daher setzt sich die Gesamtdiagnostik aus mehreren Untersuchungen zusammen, zu der auch ein MRT gehört.
Der Inhalt dieser Seite wurde am 12. Januar 2009 erstellt.
Der Inhalt dieser Seite wurde am 17. April 2009 letztmalig geändert.




