Hirschsprung`sche Krankheit?
Frage:
Mein Sohn ist jetzt 2, 1/2 Monate alt. Nach der Geburt hatte er 3 Wochen normalen Stuhlgang. Ich stille, aber wenn ich nicht da bin, bekommt er die Flasche mit Milupa Aptamil, mittlerweile Apamil Comfort. Das war in den ersten 3 Wochen kein Problem.
Auf einmal hat er keinen Stuhlgang mehr, drückt und quält sich. Es sind aber nicht diese Drei-Monatskoliken, weil er schreit nicht und hat auch wenig Blähungen. Der Arzt hat uns homöopathische kugeln gegeben, die nichts bringen und im KH haben wir diese SAB-Tropfen bekommen. Das hat aber nichts gebracht.
Dann hab ich ausprobiert: Bauchwohl-Tee, aufgestoßenen Kümmel,- und Fencheltee, baden, Fliegergriff, Wärmflasche, Bauchmassage, Bauchweh-Nahrung von Milupa, Baby auf den Bauch legen, Milchzucker... Aber nichts hilft. Ich hole also seit 2 Monaten seinen Stuhl mit Hilfe vom Fieberthermometer und wenn das nciht geht, mit Einläufen raus.
Jetzt war ich wieder beim Arzt und der hat mir eine Einweisung ins KH gegeben, wg Verdacht auf Hirschsprung`sche Krankheit. Aber das haben doch nur 1 von 5000 Kindern!!! Wissen Sie was darüber, was ich noch versuchen kann, er hat guten Appetit und hat seine 3500g schon verdoppelt. Ich möchte dem kleinen Baby diese Röntgenuntersuchung gerne ersparen. Ich wäre Ihnen von herzen dankbar über eine Antwort!
Antwort:
Organische Ursachen sollten immer ausgeschlossen werden, wobei die genaue Krankheitsgeschichte (Anamnese) und eine kinderärztliche Untersuchung meist ausreichend sind. Üblicherweise werden keine weiteren Untersuchungen empfohlen, nur bei klinischen Hinweisen und wenn sich die Symptome unter konsequenter Therapie nach 6 Monaten nicht bessern, ist eine weiterführende Diagnostik zu erwägen.
Bei Verdacht auf eine organische Ursache werden Röntgenuntersuchungen (Abdomen-Leeraufnahme, Kontrastmittel-Untersuchungen) empfohlen und sind bei hartnäckigen Beschwerden schon notwendig.
Das Ziel ist es, eine beschwerdefreie Stuhlentleerung zu ermöglichen;
Sanfte Bauchmassagen und ein warmes Babybad helfen oft gut. Durch Spezialnahrungen können Babys eine gute Verdauungshilfe bekommen.
Als unterstützende Maßnahme ist Milchzucker (Laktulose) sinnvoll; Einläufe (mit z.B. Mikroklist) sollten vermieden werden!
Da die Situation für sie und ihr Kind sichtlich sehr belastend ist sollten sie es in Erwägung ziehen eine psychologische Einrichtung zu konsultieren die ihnen und ihrem Kind helfen kann da solche Problematiken ihren Ursprung auch oft in diesem Bereich haben.
Der Inhalt dieser Seite wurde am 30. März 2009 erstellt.
Der Inhalt dieser Seite wurde am 17. April 2009 letztmalig geändert.




