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Homeopathie bei Neurodermitis?

Frage von: Emanuela 

Frage:

Mein Sohn (9 Monate alt) hat leichtes Neurodermitis. Ich würde solche Kugelchen von der Heilpraktiker ausprobieren. Was meinen Sie? Vielen Dank!

Antwort:

Hömöopathie ist eine gute Ergänzung einer umfassenden Neurodermitistherapie, allerdings sollte sie nicht die einzige sein.
Die Therapie wird üblicherweise in einem Stufenplan durchgeführt. Hier ein kleiner Überblich dazu:

1. Stufe:
Cremen und Salben (z.B. Ultrabas/Ultrasicc) mit einer fettigen Grundlage für die tägliche Basispflege der Haut, diese Salben dienen der Basispflege und enthalten im Prinzip kein Medikament. Auch bei im Intervall schöner Haut sollte weitergecremt werden.

2. Stufe:
Salben mit einer speziellen Fettgrundlage (z.B. Nachtkerzenölsalbe oder Mandelölsalbe) bei sehr trockener und rissiger Haut mit Rötungen, eventuell auch feuchte Umschläge bei nässender Haut.

3. Stufe:
Cortisonfreie entzündungshemmende Salben bei stärkerem Juckreiz und beginnenden Schüben. Tacrolimus bzw. Pimecrolimus Tacrolimus (Protopic ®) bzw. Pimecrolimus (Elidel ®) sind Substanzen, die vom Pilz Streptomyces produziert werden und seit kurzem für die Behandlung erhältlich sind. Beim Auftragen brennt die Haut kurz, danach verschwindet jedoch der Juckreiz.

4. Stufe
Cortisonsalben (z.B. Advantan ®) bei akuten Entzündungen, sie sollte gering dosiert und so kurz wie möglich eingesetzt werden. Cortison ist im akuten Stadium der Erkrankung ein wichtiges Therapeutikum, da es rasch die Entzündung hemmt, allerdings sind die eventuellen Nebenwirkungen zu beachten.

Ich würde ihnen allerdings raten, ein Behandlungskonzept mit ihrem Kinderarzt auszuarbeiten.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 10. November 2008 erstellt.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 17. April 2009 letztmalig geändert.