meine tochter leidet unter verstopfung
Frage:
Guten Abend,
meine tochter 2jahre und 4monate alt leidet seit juni unter verstopfung wir waren auch schon mit ihr beim arzt und haben lactulade sirup bekommen der arzt meinte ich kann ihr das so lange geben bis sie es alleine hinbekommt sie ißt normal und trinkt viel selten süssigkeiten dafür viel obst was süß schmeckt es gibt auch gerichte was sie sehr gerne ißt sie bewegt sich auch viel allerdings hält sie den stuhlgang immer noch zurück und wenn es mal soweit ist hat sie weder schmerzen noch der popo tut ihr weh weil der stuhlgang ja auch weich ist durch den sirup denke ich mal ich frag sie auch jedesmal sie hat auch nur einmal die woche stuhlgang sie sagt dann auch mal mama ich muss aber es kommt nichts langsam aber sicher mache ich mir richtige sorgen ob das normal ist wie kann ich ihr klarmachen das sie es nicht zurückhalten soll das es ihr nicht wehtun wird oder ist das bei ihr einfach nur psychisch bedingt und es legt sich wieder.
mfg
sy
Antwort:
Entscheidend ist natürlich die Beseitigung der Ursachen. Ballaststoffreiche Kost mit ausreichend Flüssigkeit, ein schonendes Toilettentraining bei Kindern über 2 1/2-3 Jahren und die Möglichkeit einer schmerzlosen Stuhlentleerung für das Kind stehen im Vordergrund.
Wenn Ihr KInd Schwierigkeiten hat, Stuhl zu produzieren, kann man Milchzucker verwenden. Milchzucker fördert das Wachstum von Lactobazillus bifidus im Darm, der die Stuhlkonsistenz lockert. Lactulose ist auch in der Dauertherapie völlig unschädlich. Bei größeren Kindern hat Feigensirup eine darmanregende Wirkung.
Auch andere Substanzen, die den Stuhl weich machen wie z.B. Macrogol (Movicol) können mit sehr gutem Erfolg verwendet werden. Auch dieses Präparat bindet Wasser im Darm, hat aber den Vorteil einer weitgehenden Geschmacksfreiheit. Wichtig ist es, die Therapie ausreichend lange und konsequent durchzuführen, bis das Kind sich an eine schmerzfreie Darmentleerung gewöhnt hat. Unterstützend kann eine schmerzlindernde Salbe (z. B. Xylocain) vor der Stuhlentleerung aufgetragen werden.
Bei älteren Kindern ist die Ernährung im Vordergrund: Die Nahrung sollte vielseitig, abwechslungsreich und ballaststoffreich sein, auch viel trinken und viel Bewegung ist wichtig. Abführmittel (Laxanzien) sind bei Kinder so gut wie nie erforderlich. Kinder, die eine psychische Problematik entwickelt haben, sollten eine psychotherapeutische Begleittherapie erhalten.
Stellt sich ein normaler Stuhlgang ein, so können alle Maßnahmen abgebaut werden, lediglich die ballaststoffreiche Ernährung sollte beibehalten werden.
Der Inhalt dieser Seite wurde am 21. August 2009 erstellt.
Der Inhalt dieser Seite wurde am 22. August 2009 letztmalig geändert.




