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Nabelbruch gleich Operieren (4 Wochen)

Frage von: Angie

Frage:

Unser kleiner Ben hat einen Nabelbruch. Der Arzt meinte, er müsse in ein paar Monaten operiert werden - wieso denn nur? Kann doch sein, dass er von alleine wieder vergeht, oder? Wenn es nur kosmetisch ist, sollte man doch sicherlich auch noch warten, bis das Kind älter ist, oder? (Narkose ...!). Ich bitte um Ihre Meinung dazu.

Antwort:

Nabelbrüche treten häufig bereits direkt nach der Geburt im Säuglingsalter auf. Bei den meisten Babys handelt es sich um eine angeborene Lücke im Bereich der Eintrittspforte der Nabelschnur. Ursache ist die noch nicht vollständig ausgebildete Bauchwand im Bereich des Bauchnabels. Ist diese Lücke etwa fingerkuppengroß, so kann Darm hindurchtreten und wölbt den Hautnabel sichtbar vor. Liegt nur eine sehr kleine Öffnung vor, dann tritt kein äußerlich sichtbarer Nabelbruch auf.

Ein Nabelbruch muss bei Säuglingen nur selten operiert werden. Die meisten Nabelbrüche verschließen sich bis zu einem Alter von eineinhalb Jahren von selbst dadurch, dass sich die Bauchmuskeln beim Aufrichten des Kindes verstärken. Nabelbrüche können sich sehr häufig bis zum 2. (manchmal bis zum 5. Lebensjahr) verkleinern bzw. schließen. Eine mögliche Darmeinklemmung, die gefährlich sein könnte kommt überaus selten vor.

Bauchbinden oder Pflaster sind nutzlos und reizen nur die Haut.

 

Eine Operation wird empfohlen bei großem Bruch (Durchmesser über 2cm) oder wenn nach dem 2. Lebensjahr keine Rückbildung sichtbar ist. Wenn der Bruch so groß ist, dass sich besonders nach dem Trinken Darmschlingen in dem Bruchsack verfangen und dadurch sichtlich Schmerzen auslösen, kann man auch den Verschluss empfehlen. Auch aus eher kosmetischen Gründen, wenn bei älteren Kindern ein sichtbar vorgewölbter Nabel vorliegt, kann operiert werden.

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Der Inhalt dieser Seite wurde am 25. März 2014 erstellt.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 29. Juli 2014 letztmalig geändert.