Nase immer verstopft
Frage:
Hallo Dr. Voitl, die Nase von meiner kleinen Tochter ( 7 Monate ) ist schon seit der Geburt ständig verstopft. Sie hat immer ganz viel weißes Sekret in der Nase. Ich habe aus der Apotheke Salz-Nasentropfen gekauft. Kann man die eigentlich ständig verwenden? Oder kann es mit der Zeit schädlich werden, wegen dem Salz? Was könnte ich noch tun, dass die Nase endlich frei wird? Für Ihre Antwort vielen Dank!
Antwort:
• Die Kinder viel trinken lassen, um den Schleim zu verflüssigen.
• Die Raumluft anfeuchten, damit die Schleimhäute nicht austrocknen.
• Säuglingen helfen Nasentropfen aus physiologischer Kochsalzlösung.
• Man kann einige Tropfen Muttermilch in die Nase tropfen, da in der Muttermilch eine hohe Konzentration von Antikörpern enthalten ist.
• Man kann die Körperabwehr durch Hömöopathica (z.B. Sambucus) unterstützen.
• Bei stark verstopfter Nase sollte man abschwellende Nasentropfen verabreichen, denn Säuglinge bekommen bei schlechter Nasenatmung Schwierigkeiten mit dem Trinken.
Gute Erfolge sind schon durch die regelmäßige Entfernung des Schleims aus der Nase zu erreichen: Nasenspülungen mit Salzwasser (physiologische Kochsalzlösung) gelten als ein gutes Mittel, um Säuglingsnasen von Schleim und Krankheitserregern zu befreien.
Verwenden Sie nach der Gabe der Kochsalztropfen eine Pipette, um das Sekret aus der Nase zu entfernen. Vor allem wird die Funktion der Flimmerhärchen auf der Nasenschleimhaut, die für den Abtransport des Nasenschleims samt Schadstoffen und Krankheitserregern sorgen, durch die isotone Kochsalzlösung, bzw. durch entsprechend verdünntes Meereswasser wiederhergestellt.
Hingegen sei vor ätherischen Ölen (insbesondere Menthol oder Kampfer) zu warnen; bei Anwendung im frühen Kindesalter könnten Reizungen der Atemwege nicht ausgeschlossen werden.
Gefäßverengende Nasentropfen oder Nasensprays bewirken ein rasches Abschwellen der Nasenschleimhaut. Es gibt sie in schwächeren Dosierungen auch schon für Säuglinge und Kleinkinder. Sie dürfen jedoch nur sparsam und nicht länger als eine Woche angewendet werden. Bei langfristigem Gebrauch kann es zu einem arzneimittelbedingten Anschwellen der Nasenschleimhaut kommen, was wiederum zum weiteren Gebrauch der Tropfen verleitet.
Als Alternative gibt es auch homöopathische Nasentropfen (mit Euphorbium).
Bei allergischem Schnupfen helfen vorbeugend Nasentropfen mit z.B. Cromoglicinsäure.
Man kann auch eine Heilsalbe zur Pflege des äußeren Nasenbereichs auftragen, wenn dieser entzündet ist.
Wann Sie zum Arzt müssen
Wenn die Beschwerden nicht nachlassen oder andere Beschwerden (wie z.B. Ohrenschmerzen oder Fieber) hinzukommen.
Der Inhalt dieser Seite wurde am 26. Februar 2010 erstellt.
Der Inhalt dieser Seite wurde am 28. Februar 2010 letztmalig geändert.




