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Rhesusfaktor D-Weak

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Hallo, wir erwarten gerade unser 2. Kind. Nach einer Fehlgeburt ist unser Sohn 2007 gesund auf die Welt gekommen. In der ersten SSW habe ich erfahren, dass ich eine Rhesusfaktor D-weak besitze wovon ich vorher nie gehört habe. Mein damaliger Frauenarzt hat uns gut aufgeklärt und mir sicher die Anti-D-Spritze verabreicht. Bei der Geburt im Krankenhaus hat man wegen Verwirrung um diese Rhesusfaktor herum nachforschen müssen und letztendlich hat mein Sohn auch die Spritze bekommen. Nebenbei bemerkt hat er Rhesusfaktor Positiv. Jetzt habe ich wegen Umzug eine neue Ärztin, die der Meinung ist, dass ich Rhesusfaktor Positiv habe und somit keine Immunspritze brauche. Nach damaliger Aufklärung wissen wir dass die Gefahr einer Blutgruppenunverträglichkeit ab der 2. Schwangerschaft sich erhöht und machen uns jetzt große Sorgen. Bei meinem Sohn hieß es immer wieder: "Wir bleiben auf der sicheren Seite und mit der Spritze können wir nichts falsch machen". Ich habe meine jetzige Ärztin mehrmals darauf angesprochen, sie lehnt jegliche Diskussion ab. Was ist nun richtig, ist unsere Sorge ohne diese Immunspritze gerechtfertigt? Ich hätte gerne eine 3. Meinung. Vielen Dank im Voraus Veronika Y.

Antwort:

Unter Rhesus-Prophylaxe versteht man die Verabreichen eines Anti-D-Immunglobulins (Anti-Rh-Globulin) an eine Mutter mit negativem Rhesusfaktor nach der Geburt eines Kindes mit positivem Rhesusfaktor. Einer Sensibilisierung durch Bildung von Rhesusantikörpern gegen die kindlichen Blutkörperchen, die eine Gefahr für eine erneute Schwangerschaft mit einem Rh-positiven Kind bildet, wird dadurch vorgebeugt. Dieser Rhesusfaktor kommt in seltenen Fällen nur in abgeschwächter Form vor (D-weak). Für die Bluttransfusion nehmen solche Patienten eine Mittelstellung zwischen Rh-positiv und rh-negativ ein. Wenn sie Blut erhalten sollen, wird ihnen rh-negatives Blut transfundiert. Wenn sie Blut spenden, gilt ihr Blut als Rh-positiv. Frauen mit abgeschwächtem D-Antigen (Dweak) sind D-positiv und erhalten keine Anti-D-Prophylaxe. Da  „D-weak" als Rh (D) positiv gewertet werden muss, würde ich eine Rhesusprophylaxe als nicht zwingend und schon gar nicht als vorgeschrieben ansehen.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 25. März 2014 erstellt.