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Schlechter Schlaf

Frage von: Martina

Frage:

Sehr geehrter Herr Dr. Voitl,

meine Tochter ist jetzt 4,5 Monate alt. Folgendes Problem:

Meine Kleine schläft unter Tags NICHT in ihrem Gitterbett. In der Früh nach dem Aufstehen ist sie meistens 2 Studen wach und dann fängt sie an zu quengeln reibt sich die Augen und ist schon kurz vorm einschlafen. Dann lege ich sie in ihr bettchen und da fängt dann das Gebrülle schon an. So ich nehme sie hinaus und schaukel sie in meinen Armen in den Schlaf. So dann schläft sie ca30min. Dann ist sie für 1,5 Stunden munter und das ganze geht von vorne wieder los. Jedesmal wenn ich sie ins bett lege fängt sie an zu weinen. Ich habe schon versucht sie so zu trösten, indem ich sie streichle und ihr einfach das gefühl gebe dass ich da bin. Luller nimmt sie keinen. Dann kommt ja noch dazu das sie jedesmal VORM einschlafen an ihren OHREN ZIEHT und die Finger im Mund hat. Oder sie fahrt mit ihren Finger ins Auge. Sie hat aber keine Schmerzen oder so das macht sie wirlich erst dann wenns ums einschlafe

Antwort:

Ihr Baby hat sichtlich noch zu keinem Schlafrhythmus und zu keinem Schlafverhalten gefunden, das entspannt ist.
Das ist durchaus häufig in diesem Alter. Grundsätzlich sollten Sie Ihr Baby von einem Kinderarzt untersuchen und sich dabei beraten lassen. Babys können eventuell auf Grund von Ohrenschmerzen, Dreimonatskoliken, Erkältungen, Husten oder anderen Krankheiten schlecht oder gar nicht schlafen. Bevor Sie die Einschlafschwierigkeiten des Kindes behandeln, sollten Sie natürlich sicher sein, dass Ihrem Baby nichts fehlt.

Gute Ratschläge
• Verbinden Sie das Ablegen Ihres Kindes mit etwas Gemütlichem. Lesen Sie ihm etwas vor, massieren Sie es, baden Sie es vor dem Zubettgehen usw.
• Halten Sie feste Bettzeiten ein.
• Bringen Sie Ihr Kind NIE "zur Bestrafung" ins Bett.
• Bringen Sie Ihr Kind stets zu Bett, bevor es übermüdet ist und buchstäblich vor Müdigkeit umfällt.
• Ihr Kind muss nicht sofort einschlafen. Lassen Sie das Kind im Bett zur Ruhe kommen.
• Wiegen wirkt in der Regel schlaffördernd.
• Dämpfen Sie das Licht , oder löschen Sie es ganz beim Zubettgehen.
• Dämpfen Sie das generelle Aktivitätsniveau der Familie, d. h.: drehen Sie den Fernseher oder die Musik leiser, dämpfen Sie Unterhaltungen ein wenig.
• Ist Ihr Kind nachts unglücklich, nehmen Sie es nicht hoch, sondern bleiben Sie nur bei ihm, bis es zur Ruhe kommt. Lassen Sie es sich NICHT in den Schlaf weinen. Ein weinendes Kind muss immer getröstet werden!
• Das Kind ins Bett der Eltern zu nehmen, kann dazu führen, dass Sie ihm dies später wieder abgewöhnen müssen. Andererseits ist es eine effektive Methode, Ihr Kind zum Einschlafen zu bringen.

Bevor Sie sich über den von der Norm abweichenden Schlafrhythmus ihres Kindes Sorgen machen, vergleichen Sie diesen mit den Schlafgewohnheiten naher Verwandter oder mit Ihrem eigenen als Kind. Es kann sein, dass sich hier Ähnlichkeiten feststellen lassen.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 9. Juni 2009 erstellt.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 9. Juni 2009 letztmalig geändert.