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Schnupfen bei Kleinkindern (22 Mon.)

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Mein Sohn ist 22 Monate, hat seit 6 Monaten durchgehend Schnupfen. Ich war beim Kinderarzt, der sagt er sei absolut nicht krank. Ich bekomme ständig Nasentropfen auf Kochsalzbasis. Diese helfen absolut kein Bisschen. Ich habe es mit Inhalation versucht, genauso wie mit Babix zum Einreiben oder Tropfen für die Kleidung -  nichts hat geholfen. Die Nase läuft immer noch. Am Montag war ich wiederholt beim Arzt, habe Allergietest machen lassen, weil ich vermute dass es eventuell eine Allergie ist. Was aber wenn ich am Montag Nachfrage und es liegen keine Allergien vor? Was kann ich dann noch tun? Es ist für meinen Sohn auch schwer, wenn er nicht richtig atmen kann. Was kann das sein?

Antwort:

Schon allein durch die Enge der Nasengänge beim Säugling kann es durch eine Vielzahl von Reizen, wie z.B. Kälte, Staub, trockene Luft oder Viren zu einer Behinderung der Nasenatmung kommen.
Die verstopfte Nase macht dem Baby vor allem deshalb zu schaffen, weil die Atmung zu diesem Zeitpunkt noch ausschließlich durch die Nase geschieht. Das Baby kann Mühe beim Trinken haben, unruhig sein, eine röchelnde Atmung haben, schlecht einschlafen oder nachts häufiger aufwachen.

Die trockene Luft in überheizten Räumen setzt die Abwehrkräfte der Nasenschleimhaut herab. Die Nasenschleimhaut muss feucht sein, damit sie ihre Aufgaben, besonders die der Fremdkörperabwehr, wahrnehmen kann.

Was Sie tun können

  • Die Kinder viel trinken lassen, um den Schleim zu verflüssigen.
    Die Raumluft anfeuchten, damit die Schleimhäute nicht austrocknen.
    Säuglingen helfen Nasentropfen aus physiologischer Kochsalzlösung.
    Man kann einige Tropfen Muttermilch in die Nase tropfen, da in der Muttermilch eine hohe Konzentration von Antikörpern enthalten ist.
  • Man kann die Körperabwehr durch Hömöopathica (z.B. Sambucus) unterstützen.
  • Bei stark verstopfter Nase sollte man abschwellende Nasentropfen verabreichen, denn Säuglinge bekommen bei schlechter Nasenatmung Schwierigkeiten mit dem Trinken.

Gute Erfolge sind schon durch die regelmäßige Entfernung des Schleims aus der Nase zu erreichen: Nasenspülungen mit Salzwasser (physiologische Kochsalzlösung) gelten als ein gutes Mittel, um Säuglingsnasen von Schleim und Krankheitserregern zu befreien. Verwenden Sie nach der Gabe der Kochsalztropfen eine Pipette, um das Sekret aus der Nase zu entfernen. Vor allem wird die Funktion der Flimmerhärchen auf der Nasenschleimhaut, die für den Abtransport des Nasenschleims samt Schadstoffen und Krankheitserregern sorgen, durch die isotone Kochsalzlösung, bzw. durch entsprechend verdünntes Meereswasser wiederhergestellt.

Hingegen sei vor ätherischen Ölen (insbesondere Menthol oder Kampfer) zu warnen; bei Anwendung im frühen Kindesalter könnten Reizungen der Atemwege nicht ausgeschlossen werden.

Gefäßverengende Nasentropfen oder Nasensprays bewirken ein rasches Abschwellen der Nasenschleimhaut. Es gibt sie in schwächeren Dosierungen auch schon für Säuglinge und Kleinkinder. Sie dürfen jedoch nur sparsam und nicht länger als eine Woche angewendet werden. Bei langfristigem Gebrauch kann es zu einem arzneimittelbedingten Anschwellen der Nasenschleimhaut kommen, was wiederum zum weiteren Gebrauch der Tropfen verleitet.

Als Alternative gibt es auch homöopathische Nasentropfen (mit Euphorbium).
Man kann auch eine Heilsalbe zur Pflege des äußeren Nasenbereichs auftragen, wenn dieser entzündet ist.

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Der Inhalt dieser Seite wurde am 25. März 2014 erstellt.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 4. August 2014 letztmalig geändert.