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Tochter unterfordert (4 Jahre)

Frage von: Steffi24

Frage:

Sehr geehrter Dr. Voitl, unsere Tochter wird bald vier Jahre alt und wir machen uns immer häufiger Sorgen um sie. Im "Vergleich" zu ihren Altersgenossen war sie schon immer um Einiges weiter. Sie sprach schon mit 1 1/2 Jahren kurze Sätze und puzzelt für ihr Leben gerne. Mit 2 1/2 Jahren war Puzzle mit 50 Teilen eine Leichtigkeit. Mittlerweile ist sie von 100teiligen gelangweilt. Allerdings meinte die Kinderärztin, wir sollen ihr noch keine Größeren anbieten, was mir echt schwer fällt - da sie langsam das Interesse verliert.

Außerdem ist ihr Gedächtnis sehr gut und sie singt viele Lieder, die sie nur aus dem Radio kennt. Sie hat auch einen wahnsinnigen Wissensdurst, der immer gestillt werden muss. Zum Beispiel erwarten wir momentan ein Baby und wir erklären ihr auch was passiert, wie das Kleine im Bauch versorgt wird usw. Sie merkt sich alles und kann dies wiedergeben. Außerdem weiß sie, was mit der Nahrung im Bauch passiert, warum das Blut durch die Adern fließt, warum das Herz schlägt usw.

Sie möchte alles wissen. Viele Leute verstehen nicht, warum wir das dann schon erklären, da es wohl noch viel zu früh ist. Aber was sollen wir tun, wenn sie solche Fragen hat?! Sie hat auch einen sehr starken Bewegungsdrang. Still sitzen kann sie nur beim puzzeln. Müssen wir uns Sorgen machen? Wir haben manchmal das Gefühl, das sie unterfordert ist. Wurden auch schon des Öfteren gefragt, ob sie hyperaktiv ist... Ich danke Ihnen für Ihre Antwort.

Antwort:

Ich würde empfehlen, zunächst eine kinderpsychologische Austestung vornehmen zu lassen, um festzustellen, wo Ihre Tochter in der Entwicklung und in ihrer Intelligenz steht. Dann können Sie gezielt versuchen, sie zu fördern ohne sie zu überfordern. Diese Gratwanderung kann manchmal schwierig sein, daher empfiehlt es sich, zunächst einen Ausgangspunkt mittels genauer Tests festzulegen.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 25. März 2014 erstellt.