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Verstopfung (2-Jährige)

Frage von: luta 

Frage:

Meine Tochter ist 2 Jahre alt und hat oft Verstopfung. Sie muss immer kämpfen, was kann ich tun?

Antwort:

Organische Ursachen sollten immer ausgeschlossen werden, wobei die genaue Krankheitsgeschichte (Anamnese) und eine kinderärztliche Untersuchung meist ausreichend sind. Üblicherweise werden keine weiteren Untersuchungen empfohlen, nur bei klinischen Hinweisen und wenn sich die Symptome unter konsequenter Therapie nach 6 Monaten nicht bessern, ist eine weiterführende Diagnostik zu erwägen.

Entscheidend ist natürlich die Beseitigung der Ursachen. Ballaststoffreiche Kost mit ausreichend Flüssigkeit, ein schonendes Toilettentraining bei Kindern über 2 1/2-3 Jahren und die Möglichkeit einer schmerzlosen Stuhlentleerung für das Kind stehen im Vordergrund.

Häufige Ursache für eine Verstopfung ist die falsche Ernährung, vor allem der Mangel an Ballaststoffen. Ballaststoffe sind pflanzliche Nahrungsbestandteile, die unverdaut in den Dickdarm gelangen. Da sie Wasser binden und aufquellen, lockern sie den Stuhl und regen die Darmtätigkeit an. Faserreiche Kost ist auch meist vitaminreicher, zucker- und fettärmer und enthält mehr pflanzliche als tierische Nahrungsmittel. Leinsamenbrot ist nicht ausreichend, da die darin enthaltenen Körner gebrannt sind, auch geschroteter Leinsamen hat keine Wirkung, weil Leinsamen nur solange quillt, wie die Faserkapsel intakt ist.

Zu empfehlen sind mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt, reichlich kalorienarme Flüssigkeit, vermehrte körperliche Bewegung und Stuhltraining (regelmäßig und ohne Eile und Hektik).

Zu bevorzugen sind:

• Reichlich Vollkornprodukte, Grahamweckerl, Naturreis, Vollkornteigwaren, Kartoffel
• Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
• Viel Obst, vor allem Zwetschken, Birnen, Äpfel, Melone, Aprikose, Feige, Dörrobst.
• Viel Gemüse, Salate, Rohkost, Müsli, Nüsse.

Ungünstig sind:

• Weißbrot, Semmel, Zwieback, Striezel, Kipferl, weißer Reis, Teigwaren, Knabbergebäck, Bananen, Pudding, Cremespeisen, Kuchen, Schokolade, Toastbrot.
• Milch- und Milchprodukte
• Schokolade und Süßigkeiten.
• Verwenden Sie keine Abführmittel ohne ärztliche Verordnung!

Vorbeugung:

Die Ernährung spielt im Langzeitverlauf die wichtigste Rolle zur Vorbeugung von Rückfällen. Achten Sie auf eine gesunde Ernährung mit vielen Ballaststoffen!

 

Der Inhalt dieser Seite wurde am 21. September 2009 erstellt.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 29. September 2009 letztmalig geändert.