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Erkältung

Die Erkältung (grippaler Infekt) ist nicht mit der viel schwerwiegenderen „echten“ Grippe (Influenza) zu verwechseln. Beide Krankheiten werden durch unterschiedliche Viren verursacht. Auch der Krankheitsverlauf ist unterschiedlich.

Was ist eine Erkältung?

Die Erkältung ist eine Virusinfektion der oberen Atemwege, verbunden mit einer verstopften Nase, Niesanfällen und meist trockenem Husten. Sie ist besonders leicht auf andere Menschen übertragbar und eine der häufigsten Erkrankungen in jedem Alter. Luftwegsinfektionen sind die häufigsten menschlichen Krankheiten. Sie werden zu über 90% von Viren verursacht.

Kinder sind gegen eine Vielzahl von Viren noch nicht immun und deshalb besonders anfällig für Erkältungen. Sie erkranken an ihnen bis zum 6. Lebensjahr etwa 6-8mal und später etwa 3-4mal jährlich. Bei jeder Infektion erwirbt das Kind eine Immunität gegen das entsprechende Virus. Für weitere Infektionen sinkt daher das Risiko. Andere Organe wie Augen, Ohren, Nase, Nasennebenhöhlen oder die Lymphknoten am Hals können manchmal auch betroffen sein.

Normalerweise ist die Erkrankung harmlos und dauert etwa eine Woche. Gehäuft treten Erkältungen in den Herbst- und Wintermonaten auf.

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Wie entsteht eine Erkältung?

Kalte Finger, Zehen, Nase und Ohren in der kühleren Jahreszeit, Stress oder Abwehrschwäche begünstigen wahrscheinlich die Entwicklung einer Virusinfektion. Die Übertragung der Viren erfolgt durch Tröpfcheninfektion – also zum Beispiel beim Niesen, Husten oder Sprechen. Die Viren befinden sich in der Luft und werden eingeatmet. Kinder können sich außerdem über Spielsachen, Taschentücher oder ungewaschene Hände infizieren.

Viren können mehrere Stunden auf der Hautoberfläche überleben. Deshalb ist es wichtig, sich nach dem Putzen der Nase gründlich die Hände zu waschen. Gebrauchte Papiertaschentücher sollten Sie sofort wegwerfen, um die Ansteckungsgefahr zu begrenzen.

Die Viren befallen zuerst die Nasen- und Rachenschleimhaut. Von dort können sie auf Bronchien oder Nasennebenhöhlen übergreifen. Viren sind immer ein möglicher Wegbereiter für eine nachfolgende Infektion, sodass es zusätzlich zu einer Infektion mit Bakterien kommen kann. Die Inkubationszeit – Zeit zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit – beträgt etwa zwei bis fünf Tage.

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Was sind die typischen Anzeichen für eine Erkältung?

  • Die Nase beginnt zu rinnen, zunächst wird wässrig-klares Sekret produziert, das allmählich dickflüssig und bei einer zusätzlichen bakteriellen Infektion grüngelb wird.

  • Sind die Nebenhöhlen befallen, ist oft die Nasensekretion blockiert.

  • Ein kratziges Gefühl im Hals oder gerötete Augen können ebenso Teil der Erkrankung sein wie Lymphknoten am Hals, die geschwollen und berührungsempfindlich sind.

  • Müdigkeit, Niedergeschlagenheit gesellen sich zu leichtem Fieber, Husten, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen.

  • Die Nasenatmung wird auf Grund der angeschwollenen Nasenschleimhäute schwierig bzw. unmöglich.

  • Zwischen Nase und Mittelohr besteht eine offene Verbindung (Tuba auditiva Eustachii), die im Normalfall luftdurchgängig ist. Wird diese Verbindung durch vermehrten Schleim verlegt, so entsteht ein Druckgefühl in den Ohren. Kinder hören plötzlich schlechter.

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Wie erfolgt die Diagnosestellung?

Eine Erkältung ist meist leicht zu erkennen. Jedoch welches Virus genau die Erkältung verursacht, ist nicht so leicht zu erkennen. Über 200 verschiedene Viren können eine Erkältung auslösen.

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Wie wird eine Erkältung behandelt?

Eine Erkältung kann man nicht heilen, aber ihre Symptome lindern. Besonders für Säuglinge ist schon ein „banaler“ Schnupfen unangenehm. Diese fühlen sich durch eine Verlegung der Nase und einer damit einhergehenden behinderten Nasenatmung sehr gestört, sie werden unruhig und oft auch weinerlich.

Auch die Nahrungsaufnahme (Säuglinge können ja während sie atmen trinken) ist sehr behindert, da es nunmehr nicht mehr möglich ist, beides gleichzeitig zu tun. Der Säugling muss sich erst auf die neue Situation einstellen und lernen, zwischendurch das Flascherl oder beim Stillen den Busen auszulassen, um wieder atmen zu können.

Nasentropfen oder -sprays lassen die Nasenschleimhäute abschwellen und erleichtern das Atmen. Spezielle Nasentropfen für Säuglinge sind der sehr empfindlichen Schleimhaut der Nase eines Säuglings angepasst. Nasentropfen sollten jedoch nie länger als zwei Wochen verwendet werden, da sie bei dauernder Anwendung die Nasenschleimhaut zerstören können.

Körperliche Schonung, viel Flüssigkeit aufnehmen (z. B. heißen Tee) und bei Bedarf inhalieren, damit der Schleim verdünnt wird und abfließen kann, sind einfache Maßnahmen, um die Symptome zu lindern.

Ausgewogene, vitaminreiche Ernährung und zusätzliches Vitamin C können helfen, die Erkältungssymptome zu lindern. Es gilt absolutes Rauchverbot in Gegenwart des Kindes, da dies die Schleimhäute noch mehr reizt. Gurgeln mit Salzwasser oder Salbeitee helfen gegen Halsschmerzen.

Tipps

Es gibt keine wirkliche Therapie, aber Sie können die Beschwerden lindern. Auch homöopathische Mittel bringen gute Erfolge, einschlägig ausgebildete Ärzte helfen, den passenden Wirkstoff zu finden. Frische Luft, viel Vitamin C (z.B. ausgepresster Orangensaft) und liebevolle Zuwendung helfen Ihrem Kind, rasch wieder gesund zu werden.

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Wie ist die Prognose?

Die Erkrankung ist meist harmlos und dauert etwa ein bis zwei Wochen. Komplikationen können manchmal auftreten, z.B. Augenentzündung, Nebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung, Halsentzündung oder Lungenentzündung.

Die Ursache dafür kann meist eine bakterielle Superinfektion sein, die sich auf die bereits bestehende Virusinfektion „aufsetzt“. Kommt es zu einer kontinuierlichen Steigerung der Beschwerden und bestehen zusätzlich starke Schmerzen und Fieber, sollten Sie mit ihrem Kind unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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Wie kann man einer Erkältung vorbeugen?

Am besten ist es, Abstand von erkälteten Kindern oder Erwachsenen zu halten. Vermeiden Sie Kälte und Feuchtigkeit, halten Sie die Füße Ihres Kindes warm.

© DDr. Peter Voitl

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Der Inhalt dieser Seite wurde am 7. Oktober 2008 erstellt.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 29. Juli 2014 letztmalig geändert.