Ernährung - Tipps von Experten
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In den ersten Lebensmonaten legen Sie den Grundstein für die künftigen Essgewohnheiten Ihres Kindes.
Stillen
Ausschließlich gestillt soll mindestens fünf bis maximal sechs Monate werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wird der Säugling durch die Muttermilch mit allen notwendigen Nähr- und Wirkstoffen versorgt. Ab dem neunten Lebensmonat sollte langsam abgestillt werden.
Milchfertignahrungen
Wenn Stillen nicht möglich ist, können im ersten Lebensjahr Anfangsnahrungen (volladaptierte, alle 1er oder Prae- Nahrungen) gegeben werden. Diese Präparate sind der Muttermilch soweit als möglich angepasst. Ihr Sättigungsgehalt kann ab dem dritten Lebensmonat durch in Wasser aufgekochte Reisflocken, die der Anfangsnahrung beigegeben werden, angehoben werden. Ab dem 4. Lebensmonat können aber auch 2er Nahrungen gegeben werden
Wichtig!
Kuhmilch und selbstzubereitete Kuhmilchmischungen sind vor Vollendung des ersten Lebensjahres abzulehnen, da sie zu Allergisierung führen können. In geringem Ausmaß kann dies auch bei Folgenahrungen (teiladaptierte Nahrungen – 2er) vorkommen.
Beikost
Unter Beikost versteht man jedes andere Nahrungsmittel, das zusätzlich zu Muttermilch oder Anfangsnahrungen gefüttert wird. Man beginnt zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat mit Beikost. Jede Lebensmittelgruppe sollte einige Tage ausprobiert werden.
Es empfiehlt sich folgende Reihenfolge
- Kartoffeln und Reis, evtl. geschmacksverbessert mit Margarine
- Obst (Apfel, Banane, Pfirsich, Marille) ab dem 5. Monat
- Gemüse (Karotte, Petersilwurzel, Sellerie, Zucchini, Rote Rübe, etc.), keine blähenden Gemüse
- Fleisch ab dem 6. Monat
- Getreideprodukte ab dem 6.Monat
- Topfen, Joghurtprodukte, Rahm ab dem 7. Lebensmonat
- Kuhmilch nicht vor Ende des ersten Lebensjahres
Wichtig!
Das Klebereiweiß Gluten, das in den Getreidesorten Weizen, Roggen, Hafer und Gerste zu finden ist, kann im kindlichen Darm Unverträglichkeiten hervorrufen und zu Zöliakie führen. Getreide setzt man daher mit besonderer Aufmerksamkeit ein und beobachtet mögliche Veränderungen.
Die Gabe von groben Vollkornprodukten kann beim Kleinkind nicht empfohlen werden, da so die Aufnahme von Eisen, Zink u.a. gehemmt wird.
Getränke
Getränke und Nahrung des Kleinkindes sollten von Beginn an möglichst wenig Zucker enthalten, so können frühe Zahnschäden vermieden werden. Geeignete Getränke sind Früchte- und Kräutertees, Wasser. Reine Fruchtsäfte (100% Saftanteil) sollten Sie Ihrem Kind nur mit Wasser verdünnt geben, vermeiden sollten Sie Limonaden, Nektare, etc.
Fruchtsäure und Zucker wirken sich schädlich auf die Zahngesundheit aus. Zusätzlich kann frühzeitig eine Störung im Hunger- und Sättigungsmechanismus entstehen.
Vitamine und Mineralstoffe
Über Vitamin D-, Vitamin K- und Fluorprophylaxe (als Kariesschutz) informiert Sie Ihr Kinderarzt. Alle anderen Vitamine und Mineralstoffe bekommt Ihr Kind durch Muttermilch, Anfangsnahrung und eine ausgewogene, gemischte Kost.
Wichtig!
Der menschliche Körper kann Eisen aus Fleisch besser verwerten als aus Gemüse. Vegetarische Ernährung des Kleinkindes ist jedoch möglich, wenn Milch (nach dem 1.Lebensjahr), Milchprodukte und Eier (nach dem 1. Lebensjahr) gegeben werden.
Unter Mitarbeit von Martina Backhausen,Diplomtherapeutin für Ernährungsmedizin
Praxis: Ernährungsmedizinische Beratung
1060 Wien, Getreidemarkt 11/1/26
Tel. 0676 613 50 32
E-mail: backhausen@getreidemarkt11.at
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© Dr. Edgar Tichatschek
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Erstellung und Änderungen
- Inhalt erstellt am:
- 19. Februar 2006
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