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Homöopathische Mittel und ihre Wirkung bei Kindern

Bei ernsthaften Erkrankungen und starken oder langanhaltenden Beschwerden sollte selbstverständlich immer ein Arzt hinzugezogen werden. Bei einigen häufigen und meist harmlosen Erscheinungen, wie zum Beispiel banalen Infekten, Husten, Schnupfen oder Problemen beim Zahnen können homöopathische Mittel aber eine sanfte und gute Ergänzung zur Schulmedizin darstellen. Mit dem richtigen Mittel können die Selbstheilungskräfte des Kindes gefördert werden, da auch kleine Kinder in der Regel gut auf homöopathische Mittel reagieren.

Die Prinzipien der Homöopathie

Homöopathie arbeitet nicht darauf hinaus, konkrete Symptome zu bekämpfen. Stattdessen geht es darum, die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen nach dem Grundprinzip „Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt." In der Praxis bedeutet dies, dass bei Auftreten eines Krankheitssymptoms immer ein homöopathisches Mittel ausgewählt wird, das bei einem gesunden Menschen ganz ähnliche Symptome auslösen würde.
Bei der sogenannten Potenzierung werden diese Wirkstoffe dann sehr stark verdünnt, was allerdings ihre Wirksamkeit erhöhen soll. An diesem Punkt setzt meist auch die Kritik an der alternativen Heilmethode an, von der sämtliche Heilerfolge der Homöopathie auf den Placebo-Effekt zurückführt werden. Ob homöopathische Mittel wirksam sind, bleibt also wissenschaftlich umstritten.

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Was ist bei der Anwendung und Dosierung zu beachten?

Der große Vorteil der homöopathischen Mittel ist ihre Verträglichkeit. Abgesehen von den sogenannten kurzzeitigen Erstverschlimmerungen, sind keine Nebenwirkungen bekannt. Die Homöopathie kennt daher auch keine Altersbeschränkung. Sie ist bereits ab dem ersten Lebenstag für Babys geeignet.

Bei der Dosierung und Einnahmehäufigkeit müssen primär die Erkrankung sowie die verwendeten Potenzen beachtet werden. Niedrige Potenzen bei häufiger Anwendung empfehlen sich zum Beispiel eher bei akuten Beschwerden.
Auch das jeweilige Alter des Kindes muss aber beachtet werden: Während Säuglinge im ersten Lebensjahr nur ein Drittel der Erwachsenendosis erhalten, sollte die Dosierung bei Kleinkindern bis zum sechsten Lebensjahr etwa der Hälfte und bei Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren etwa zwei Drittel der Erwachsenendosis entsprechen.
Sobald sich die Symptome deutlich bessern, sollten die homöopathischen Mittel nicht mehr eingenommen werden. Ferner sollte das Mittel bei einer Heilreaktion abgesetzt werden, und zwar solange bis diese Reaktion wieder verschwunden ist. Es gilt also, dass homöopathische Mittel so oft wie nötig, aber nur so selten wie möglich eingenommen werden.

Homöopathische Mittel werden im Regelfall in Tablettenform eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten unverdünnt auf der Zunge eingenommen, wo sie langsam zergehen sollten. Es ist jedoch auch möglich, zum Beispiel bei hohem Flüssigkeitsbedarf, die Tabletten in warmem Wasser zu lösen und so zu sich zu nehmen. Von Kindern werden homöopathische Mittel auch als Globuli gerne angenommen, da diese auf Zuckerbasis hergestellt werden und süß schmecken.

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Welche homöopathischen Mittel helfen Kindern bei typischen Beschwerden?

Für Einsteiger sind Sets mit homöopathischen Arzneimitteln erhältlich, die sich bei Kindern bewährt haben und eine Reihe der typischen Alltagsbeschwerden lindern. Im Zweifelsfall sollte bei der Auswahl eines passenden Wirkstoffes aber der Rat eines erfahrenen Homöopathen herangezogen werden, der eine sorgfältige Anamnese durchführt und bei der Wahl und Dosierung des richtigen Mittels hilft. In unserer Praxis steht Ihnen Frau Dr. Doris Resch zur Verfügung. Gerade bei Kindern ist dies keine leichte Aufgabe, da diese ihre Beschwerden oft nicht genau lokalisieren bzw. kommunizieren können.

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Einzene Mittel

Im Folgenden sind einige homöopathische Mittel sowie deren Einsatzgebiete aufgelistet:

Calcium-Carbonicum
- bei Schmerzen beim Zahnen
- bei Mittelohrentzündung

Calcium-Phosphoricum
- bei verspätetem Zahnen
- bei Wachstumsschmerzen
- bei Bronchitis
- bei Blähungen und Durchfall

Chamomilla
- bei Schmerzen beim Zahnen
- bei Bauchschmerzen mit Koliken und Durchfall

Lycopodium
- bei Magen-Darm-Beschwerden mit Koliken und Blähungen
- bei Bronchitis

Natrium
- bei trockener Haut oder Ekzemen
- bei Heuschnupfen
- bei Fieberbläschen
- bei Kopfschmerzen

Phosphorus
- bei Blutergüssen oder blutenden Wunden
- bei Durchfall
- bei Konzentrationsstörungen

Silicea
- bei Erkältungen
- bei Ohrinfektionen
- bei dünnem Haar und brüchigen Nägeln

 

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Der Inhalt dieser Seite wurde am 10. Juli 2013 erstellt.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 29. Juli 2014 letztmalig geändert.