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Pavor nocturnus (Nachtschreck)

Unter dem Nachtschreck versteht man wiederkehrendes nächtliches Erwachen mit einem heftigen Keuchen oder lautem Weinen und Schreien Der Pavor nocturnus kommt bei bis zu fünf Prozent aller Kinder vor, meist zwischen dem vierten und dem zwölften Lebensjahr. Buben sind häufiger betroffen.

Mitunter ist er mit einer fiebrigen Erkrankung verbunden. Das Kind kann dann unter Umständen sogar die eigenen Eltern nicht erkennen bzw. fürchtet es sich vor ihnen, was für viele Eltern ein schockierendes Erlebnis darstellt.

Symptome

Der Nachtschreck beginnt in der ersten Nachthälfte, etwa zwei bis drei Stunden nach dem Einschlafen. Meist beginnt es mit Wimmern oder Keuchen, oft mit einem heftigen Weinen und Schreien, und geht mit schwerer ängstlicher Erregung einher. Danach folgt starke Unruhe mit Schweißausbrüchen und Verwirrtheit. Die Kinder werden nicht richtig wach und erinnern sich später nicht an das Geschehen. Die Attacken selbst gehen schnell vorbei. Die Betroffenen leiden häufiger an Bettnässen. Eine familiäre Häufung ist möglich.

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Therapie

Beruhigen Sie Ihr Kind, auch wenn es darauf nicht reagiert. Es ist wichtig zu wissen, dass dieses Phänomen in der Situation harmlos ist, Ihrem Kind dabei nichts geschehen kann, auch wenn die Symptomatik mitunter für die Eltern sehr beunruhigend aussieht. Tritt diese Symptomatik, die von normalen Albträumen zu unterscheiden ist, in wiederkehrender gehäufter Form auf, sollten Sie psychologisch /psychotherapeutische Unterstützung einholen. Pavor zählt zu den Schlafstörungen und Ängste bilden den Hintergrund. Eventuell können pflanzliche Mittel wie Baldrianpräparate angewandt werden; Beruhigungsmittel sollen vermieden werden. Zur Vorbeugung kann man für beruhigende Rituale vor dem Schlafengehen und ausreichende Schlafzeit sorgen.

© DDr. Peter Voitl

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Der Inhalt dieser Seite wurde am 1. August 2012 erstellt.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 4. August 2014 letztmalig geändert.