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Quallenverletzungen

1. Symptome bei Quallenverletzungen

Streng genommen handelt es sich bei einer Quallenverletzung nicht um einen Quallenstich oder Quallenbiss sondern um eine Verletzung nach dem Kontakt mit den Tentakeln dieser Nesseltiere.

Dabei werden Giftstoffe freigesetzt die vor allem Hautreaktionen verursachen können. Allerdings gibt es je nach Quallenart und Weltregionen sehr unterschiedliche Symptome einer Quallenverletzung.

Üblicherweise stehen die Schmerzen an der Kontaktstelle und der Juckreiz im Vordergrund. Sind größere Hautareale betroffen oder sind sehr giftige Quallenarten wie etwa in Australien involviert kann es auch zu Allgemeinescheinungen kommen, die Übelkeit und Kreislaufprobleme bis hin zum Kreislaufversagen verursachen können. Grundsätzlich können selten Narben zurückbleiben´oder die Beschwerden noch sehr lange anhalten.

2. Wie gefährlich ist eine Quallenverletzung?

In den Tentakeln der Quallen befinden sich Nesselzellen, die ein giftiges Sekret enthalten und dieses bei Kontakt freisetzen.

Je nach Quallenart ist diese Verletzung unterschiedlich gefährlich. Als eher harmlos gelten Quallenverletzungen in der Ostsee, der Nordsee und im Mittelmeer, wo vor allem Hautreizungen zu erwarten sind die von selbst wieder abklingen. Allerdings kann es auch hier sowie im Atlantik und im Ärmelkanal Quallenarten wie etwa die portugiesische Galeere geben, die Übelkeit und Erbrechen mit Kreislaufwirkunghervorrufen können. In Australien gibt es die sogenannte Seewespe, die sogar ein plötzliches Herzversagen hervorrufen kann. Ein direktes Gegengift gibt es nicht.

3. Gibt es sowas wie eine "Quallenallergie" (wie z.B. beim Wespenstich)? Kann es dabei auch zum allergischen (anaphylaktischen) Schock kommen?

Die Reaktion auf eine Quallenverletzung ist keine Allergie, auch wenn die Symptome sehr ähnlich sein können. Die Reaktionen sind eine direkte Einwirkung des Giftes diese Tiere.

4. Wann sollte man einen Arzt alarmieren?

Grundsätzlich sollten alle Quallenverletzungen mit Allgemeinsymptomen sowie jene Hauterscheinungen, die nicht nach kurzer Zeit wieder abklingen, ärztlich versorgt werden.

5. Wie läuft eine ärztliche Untersuchung bei einem Notfall ab?

Das hängt stark von den Symptomen ab. Hautveränderungen werden entsprechend der Ausbreitung meist mit Antihistamin- oder Kortisonsalben behandelt.

Sollten Herz Kreislaufbeschwerden oder Atemnot auftreten wird dies entsprechend überwacht und behandelt. 

6. Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen sollte man bei einem Quallenstich ergreifen?

Nach einem Kontakt sind oft viele dieser Nesselzellen auf der Haut noch nicht aufgeplatzt und haben ihr Gift nicht entleert.

Daher sollte keinesfalls Süßwasser oder Alkohol verwendet werden, auch abreiben mit dem Handtuch oder mit Sand ist aus diesem Grund nicht anzuraten.

Als erste Hilfe kann man anhaftende Tentakel mit Meerwasser entfernen und danach auf jeden Fall Essig auf die Verletzung geben - dies inaktiviert viele der enthaltenen Giftstoffe.

Gegen die Schmerzen kann auch Eis sehr gut helfen. 

7. Was könnte/sollte man am Strand immer mitnehmen, um bei einem  Quallenvorfall dem Kind rasch zu helfen? 

Vor allem sollte man entsprechende Warnungen an den Stränden beachten und diese gegebenenfalls meiden.

Eine kleine Flasche Essig kann sehr hilfreich sein, und eventuell kann man auch eine cortisonhältige Salbe mitnehmen.

8. Schutz vor Quallen? Tipps, um Quallenverletzungen zu meiden ?

Achten Sie auf entsprechende Hinweise und gehen am besten nur an jenen Stellen ins Wasser, an denen Baden auch für Kinder erlaubt ist.

Hilfreich kann es sein, den Strand bei Ebbe zu betrachten - wenn sich viele Quallenkörper zeigen, ist davon auszugehen dass diese auch im Wasser zu finden sind.

Wenn eine Qualle im Wasser gesichtet wird, sollte möglichst großer Abstand eingehalten werden um nicht mit Tentakeln in Berührung zu kommen.

Natürlich hilft ein Neopren Anzug für Taucher sehr gut.

Achtung: Auch tote Quallen am Strand können noch Gift enthalten!

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Der Inhalt dieser Seite wurde am 25. Juli 2017 erstellt.