Röteln (Rubeola)
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- Was sind Röteln?
- Symptome
- Komplikationen
- Besonderheiten
- Therapie
- Was können Sie selbst tun?
- Ist eine Vorbeugung möglich?
Röteln sind eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit, die von Viren ausgelöst wird. Neben allgemeinen Krankheitssymptomen kommt es zu einem Ausschlag und Lymphknotenschwellungen vor allem im Nacken.
Was sind Röteln?
Röteln sind eine weltweit verbreitete, gutartige Viruserkrankung, charakterisitiert durch einen Hautausschlag, einhergehend mit Lymphknotenschwellung und leichtem Fieber. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion – also von Mensch zu Mensch beim Husten, Niesen oder Sprechen. Durchgemachte Röteln hinterlassen eine lebenslange Immunität.
Der Zeitraum von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit – die Inkubationszeit – beträgt 14 bis 16 Tage. Eine Rötelninfektion während der ersten vier Schwangerschaftsmonate kann zu einer sogenannten Rötelnembryopathie führen. Erkrankt eine Schwangere in den ersten vier Monaten an Röteln, kann das Baby missgebildet werden oder es zu Wachstums- und cerebralen Reifungsstörungen (Schädigung des Gehirns) kommen.
Trotz möglicher Impfung sind immer noch etwa 6% der gebärfähigen Frauen ohne Rötelnschutz!
Symptome
Röteln verlaufen in zwei Stadien
- Prodromal- oder Anfangsstadium: generalisierte Lymphknotenschwellungen – charakteristisch am Hinterkopf, hinter den Ohren und im Nacken, allgemeines Unwohlsein, Kopfschmerzen, leichtes Fieber aber ohne Ausschlag
- Exanthem-Stadium: Ausschlag, runde, relativ kleine und gering erhabene, weit auseinanderstehende rosarote Flecken. Sie verschmelzen nicht miteinander und sind oft von einem helleren Hof umgeben.
Der Ausschlag beginnt im Gesicht – es kommt jedoch zu einer raschen Ausbreitung über den ganzen Körper. Abblassen des Ausschlages am dritten Tag. Die Lymphknotenschwellungen bleiben länger als der Ausschlag bestehen. Gelenksschmerzen können auftreten, besonders betroffen sind Hand-, Finger- und Kniegelenke. Es besteht Fieber, selten über 39°C, meist nur subfebril. Es gibt auch Verlaufsformen, bei denen der Ausschlag fehlt.
Röteln sind schon sieben Tage vor Beginn des Ausschlags und die ersten Tage danach ansteckend.
Komplikationen
Eine Entzündung des Gehirns ist bei etwa 1 von 6000 Erkrankten möglich. Die am meisten gefürchtete Komplikation ist die Infektion mit dem Rötelnvirus während der Schwangerschaft. Hier sind starke Organmissbildungen des Embryos zu erwarten, vor allem Augenfehlbildungen (70%), Taubheit (60%), Herzmissbildungen wie z.B. nicht geschlossene Herzwände (50%) und cerebrale Schäden (45%).
Bei dieser Erkrankung wird den betroffenen Frauen in vielen Ländern eine Abtreibung aus medizinischer Indikation ermöglicht.
Besonderheiten
Vom 14. Lebensmonat an ist eine Kombinations-Impfung gegen Mumps, Masern und Röteln möglich, eine Auffrischung vom sechsten Lebensjahr an.
Therapie
Fiebersenkende Mittel und lokale Wärme im Bereich der schmerzenden Lymphknoten können helfen, ein den Erreger direkt bekämpfendes Medikament gibt es aber nicht.
Was können Sie selbst tun?
Isolieren Sie Ihr Kind, damit sich andere nicht anstecken und vermeiden Sie vor allem den Kontakt zu schwangeren Frauen oder Frauen, die nicht gegen Röteln geimpft sind. Ansteckungsgefahr besteht bis ca. 10 Tage nach Ausbruch der Symptome!
Ist eine Vorbeugung möglich?
Entscheidend ist die konsequente Durchführung der Rötelnschutzimpfung. In Österreich wird diese Impfung als Kombinationsimpfung mit Masern und Mumps ab dem 14. Lebensmonat durchgeführt und sollte im zweiten Lebensjahr wiederholt werden.
Durch eine hohe Impfungsrate wird das Auftreten von Röteln in der Bevölkerung verhindert und Frauen im gebärfähigen Alter besitzen einen sicheren Rötelnschutz. Haben schwangere Frauen mit unbekannter oder negativer Immunität – das heißt, sie sind nicht vor Röteln geschützt oder wissen es nicht – Kontakt mit an Röteln Erkrankten, kann ein Rötelnimmunglobulin bis zu sieben Tagen nach der Ansteckung gegeben werden. Die Erfolgsaussichten dieser Notfallsmaßnahme sind unsicher.
© Dr. Peter Voitl & Dr. Edgar Tichatschek
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Erstellung und Änderungen
- Inhalt erstellt am:
- 7. Oktober 2003
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