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Sturz-Unfälle

Mit der Erweiterung des Aktionsradius im Zuge des Wachstums ist auch eine Verschiebung der Unfallschwerpunkte verbunden.

Schwerwiegende Sturzunfälle im Haus passieren etwa im Zusammenhang mit Treppen und Hochbetten; der Fenstersturz stellt ein seltenes Ereignis mit aber oft schweren Folgen dar. 2008 wurden in Österreich 9 Fensterstürze dokumentiert, wobei 4 tödlich ausgingen. Die Überlebenschance eines solchen Sturzes nimmt mit der Sturzhöhe rapide ab. Zieht man alle Zahlen in Betracht, zeigt die Erfahrung, dass bei Fensterstürzen mit einer Todesrate von rund 44 % zu rechnen ist, d.h. beinahe jeder zweite Fenstersturz endet tödlich.

Die Hälfte der Fensterstürze passiert, wenn sich Kinder alleine im Raum aufhalten. Bei jedem dritten Unfall haben die Kinder mit Freunden gespielt. Die Höhe, aus der Kinder stürzen, hat einen wichtigen Einfluss auf die Schwere der Verletzungen. Rund drei Viertel der Kinder stürzen aus dem dritten Stockwerk oder darunter.

Besonders gefährdet sind laut einer aktuellen Studie die drei- bis fünfjährige Kinder, und hier wiederum vor allem Buben, Mädchen sind nur zu 1/3 betroffen. Die Hälfte aller Unfälle ereignet sich in Räumen, in denen sich Kinder beim Spielen sehr häufig aufhalten. Die Jahreszeit spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle – 9 von 10 Fensterstürzen ereignen sich zwischen April und September.

Folgende präventive Maßnahmen werden empfohlen:

Sicherungen für Fenster und Balkontüren; keine Sessel, Tische etc. in der Nähe von Fenstern;  Kinderbetten nicht unter das Fenster stellen.

© DDr. Peter Voitl

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Der Inhalt dieser Seite wurde am 1. September 2011 erstellt.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 4. August 2014 letztmalig geändert.