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Erstes Wiener Kindergesundheitszentrum Donaustadt
First Vienna Pediatric Medical Center
Gruppenpraxis DDr. Peter Voitl und Partner


Vorlesungen an der Medizinische Universität Wien

Vorlesung 781.003
Vortragender Prim. Univ. Ass.-Prof. DDr. Peter Voitl

Pädiatrie in der niedergelassenen Kinderarztpraxis

2 Semesterwochenstunden

Anmeldung im Medcampus

Wir bieten den Studentinnen und Studenten der Medizinischen Universität Wien die Möglichkeit an, die Kinderheilkunde in der Praxis im Rahmen einer Lehrveranstaltung kennenzulernen.

Ziele

Insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendheilkunde bietet der extramurale Bereich neue Möglichkeiten auch in der Lehre. Speziell der Bereich der "Primary Care", der essentielle Aspekte der Kinder- und Jugendheilkunde wie beispielsweise den Bereich der Beratung und Durchführung in der pädiatrischen Impfkunde oder die Entwicklungsdiagnostik im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen umfasst, kann vermittelt werden. Das zugrundeliegende Konzept der Lehrveranstaltungen soll daher vor allem jene spezifischen Ausbildungsinhalte anbieten, die in den Bereich der Primärversorgung und der Allgemein- und Familienmedizin fallen.

Dazu kommt, dass sich Patientenspektrum, Einrichtung, Personal und Arbeitsweisen in Spitälern ganz wesentlich von der extramuralen Arbeit unterscheiden; letztlich bietet auch die ausgezeichnete Ratio von einem eigens für die Ausbildung als "bed-side-teacher" abgestellten Facharzt zu einer kleinen Gruppe von Studierenden ein sehr hohes Maß an Ausbildungsqualität. Für eine umfassende Ausbildung in der pädiatrischen Primary Care ist ein breites Spektrum an fachlichen Inhalten erforderlich, das durch ein Team sich fachlich ergänzender Kollegen vermittelt werden kann.

Das Kindergesundheitszentrum Donaustadt auf Basis der Gruppenpraxis DDr. Peter Voitl & Partner OG verfügt über die entsprechend zeitgemäßen Untersuchungsmöglichkeiten (Ultraschall, Abdomen und Herzechokardiographie, EKG, 24-Stunden EKG und EEG) der ambulanten Kinderheilkunde. Zudem steht auch eine hinreichend große Anzahl an ambulanten Patientenkontakten zur Verfügung, um die wichtigsten Aspekte der Erstversorgung in der Praxis darstellen zu können.

Die Kolleginnen und Kollegen sollen nach Abschluss dieses Teils der Ausbildung in der Lage sein, die Anforderungen des klinischen Alltags an einer pädiatrischen Primary Care Einrichtung zu kennen und die zugrundeliegenden Strukturen im extramuralen Bereich zu erfassen.

Ausbildungsinhalte

Theorie "Pädiatrie in der Kinderarztpraxis" Es sollen Kenntnisse auf dem Gebiet der Kinderheilkunde in allen relevanten Altersklassen (Neugeborene, Klein- und Schulkinder sowie Jugendliche) vermittelt und die wichtigsten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen der ambulanten Kinder- und Jugendheilkunde in einer Kinderarztpraxis unterrichtet werden.

Im Besonderen sollen Grundkenntnisse der pädiatrischen Impfkunde, der Entwicklungsdiagnostik im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen und in der ambulanten Ultraschalldiagnostik im Kindesalter einen Schwerpunkt darstellen. Zudem kann Assistenz bei Blutabnahmen und Harndiagnostik geleistet werden, die Befundung und Zuordnung von EKGs und Lungenfunktionsbefunden wird anhand von Fallgeschichten vermittelt. Die Technik der Erhebung des Entwicklungsstandes und die Diagnostik von Abweichungen davon werden dargestellt.

Ausgewählte Patienten und Fallgeschichten, die ein zugrundeliegendes Krankheitsbild typischerweise repräsentieren, werden anhand der vorliegenden Befunde vorgestellt.

Auch der Hintergrund eines Ordinationsbetriebes und der zugrundeliegenden Organisationsstruktur wird nach Ende des Patientenbetriebes vorgestellt. Abrechnungsleistungen und somit die Grundlage des Kassensystems werden besprochen.
Praxis "Praktische Übung kinderärztlicher Untersuchungstechniken"Den Ausbildungsschwerpunkt stellen die Anamneseerhebung, die Krankenuntersuchung aller relevanten Altersklassen, die Vorschreibung einer entsprechenden Therapie und die Vermittlung der Technik von Impfungen und die Blut- und Harndiagnostik dar. Besonderes Augenmerk gilt der physikalischen Krankenuntersuchung; hier vor allem der Auskultation unter Berücksichtigung der kindlichen Besonderheiten und der Bedürfnisse unterschiedlicher Altersklassen. Dies wird als grundlegende Qualifikation für angehende klinisch tätige Ärzte angesehen. Die entsprechenden Untersuchungsmöglichkeiten und die erforderlichen technischen Hilfsmittel sind vorhanden und werden besprochen.

Der Ablauf gestaltet sich wie folgt: Der Patient wird vorgestellt, zunächst wird die Anamnese erhoben, ein klinischer Status dokumentiert und ev. Hilfsbefunde wie etwa ein Blutbild oder ein Harnbefund nach Rücksprache angefordert, um die Patienten anschließend mit dem Ausbildungsverantwortlichem zu diskutieren. Nach der Therapieempfehlung ist eine Besprechung des Falles inkl. Diskussion und Besprechung der zugrundeliegenden therapeutischen Konzepte vorgesehen.

Die Kolleginnen und Kollegen in Ausbildung sollen nach Möglichkeit in den Ablauf integriert werden, um sich die geforderten Fertigkeiten durch eigene Tätigkeit unter engmaschiger Supervision aneignen zu können.

Es wird mit Nachdruck auf die Möglichkeit, ständig Fragen stellen zu können, hingewiesen.

Feedback

Mein Fazit:

Tolles Wahlfach für alle mit Interesse an der Pädiatrie. Übers Internet kann man sich frei Termine einteilen, an denen man in der Gemeinschaftspraxis von Dr. Voitl quasi famuliert. 2 Studenten pro Vor-/Nachmittag, immer 1:1 Betreuungsverhältnis. Die Ärzte sind alle sehr nett, Fragen werden geduldig beantwortet, selber untersuchen ist möglich. Wirklich herausragend wird es aber, wenn man bei Dr. Voitl ist: Er erklärt alle relevanten Sachen von selbst, schrittweise darf man immer mehr machen bis zum eigenständigen Empfangen, Anamnese erheben, Untersuchen und auch Impfen. Lehre wie sie sein soll. Keine Prüfung, trotzdem etwas zeitaufwändig (lohnt sich aber). Bonus für kardiologisch Interessierte: Angeschlossene K.-Praxis mit ausführlich erklärten Herzechos bis zum Abwinken.

Mathias Auernig

Vorlesung 781.103
Vortragender Prim. Univ. Ass.-Prof. DDr. Peter Voitl

Ambulante Kinderkardiologie

4 Semesterstunden

Anmeldung im Medcampus

Wir bieten den Studentinnen und Studenten der Medizinischen Universität Wien die Möglichkeit an, die Kinderheilkunde in der Praxis im Rahmen einer Lehrveranstaltung kennenzulernen.

Ziele

Der Weg der ambulanten kinderkardiologischen Abklärung soll den Studierenden vermittelt werden. Im Ambulatorium werden rund 1.500 echokardiographische Untersuchungen pro Jahr durchgeführt; das Angebot umfasst zudem das kindliche EKG und seine typischen pathologischen Veränderungen, das 24-Std. EKG und die 24 Std. Blutdruck-Messung sowie die Ergometrie.
Ausgewählte Patienten und Fallgeschichten werden anhand der vorliegenden Befunde vorgestellt. Duch die enge Kooperation mit der Universität kann eine umfassende Ausbildung angeboten werden.

Ausbildungsinhalte

Etwa 8-10 von 1.000 Kindern leiden an einer angeborenen Fehlbildung des Herzens oder der großen Gefäße, mittlerweile erreicht der weitaus größte Teil der Betroffenen das Erwachsenenalter. Diese Prognoseverbesserung ist eng mit einer frühzeitigen Diagnostik verbunden. In Österreich sind derzeit etwa 800 Kinder pro Geburtsjahrgang betroffen.

Zur Früherkennung ist es wichtig, die Symptome zu kennen: Manche Kinder werden unmittelbar nach der Geburt auffällig, etwa durch Zyanose, Atem- oder Trinkschwierigkeiten, bei anderen wird der Fehler erst im Alter von einigen Tagen, Wochen. Monaten oder erst nach Jahren bemerkt. Manche Herzfehler gehen bereits nach der Geburt mit einer schweren Zyanose einher. Andere angeborene Herzfehler führen erst zu einem späteren Zeitpunkt im Leben zu einer meist auch schwächeren Zyanose, es gibt auch eine Gruppe von angeborenen Herzfehlern, die zu keinem Zeitpunkt eine nennenswerte Zyanose entwickelt.

Hier wird deutlich, dass der klinischen Untersuchung von Kindern ein sehr großer Stellenwert zukommt. Bei vielen Kindern mit geringfügigen Fehlbildungen gibt es oft nur sehr diskrete Symptome.
Ein Herzfehler kann bereits bei der Geburt offensichtlich sein, manchmal bleibt er jedoch jahrelang unbemerkt; häufig wird bei einer Routinekontrolle ein "Herzgeräusch" festgestellt.
Dieses neu diagnostizierte Herzgeräusch stellt eine der häufigsten Ursachen der Zuweisung zum Kinderkardiologen dar.

Im Wahlfach wird die ambulante Diagnostik vermittelt und auf typische Warnzeichen hingewiesen.

erstellt am: 8. Juli 2017
zuletzt geändert am: 1. Juni 2018