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Erstes Wiener Kindergesundheitszentrum Donaustadt
First Vienna Pediatric Medical Center
Gruppenpraxis DDr. Peter Voitl und Partner
Ihr Kinderarzt in Wien, 22

Erbrechen kommt bei Kindern häufig vor. Nahezu 50 Prozent aller Säuglinge brechen gelegentlich, aber lediglich in fünf Prozent der Fälle ist es das Resultat einer Erkrankung. Bei Säuglingen ist zwischen dem "Spucken", also nach dem Trinken einen Mund voll Milch zurückspucken, oft in Verbindung mit dem Aufstoßen, und dem schwallartigen Erbrechen zu unterscheiden.

Erbricht das Kind mehrmals in kurzen Abständen, sorgen Sie jedenfalls für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Bewährt sind ungezuckerter Kräutertee, Organgensaft (stark verdünnt) oder auch Elektrolyt-Tee. Im Säuglingsalter kann regelmäßiges heftiges Erbrechen  auch eine Reaktion auf Spannungen und Probleme in der Interaktion darstellen. Suchen Sie in diesem Falle neben dem Kinderart zu medizinischen Abklärung jedenfalls eine Einrichtung wie Schreiambulanzen oder Beratungsstellen für Säuglinge und Eltern auf.

Länger anhaltendes Erbrechen  sollte immer medizinisch abgeklärt werden und deutet nach dem Säuglingsalter  zumeist auf eine Erkrankung hin. Jedenfalls zum Arzt sollte ein Kind, das zwei Mahlzeiten erbrochen hat bzw. zusätzlich an Kopfschmerzen, Schwindel, Fieber oder Bauchschmerzen leidet. Der Arzt sollte dann auch wissen, ob das Erbrochene schaumig, gallig oder mit Blut durchsetzt ist. Die folgende Tabelle dient zur Orientierung, welche Erkrankung hinter dem Erbrechen stecken kann.

Symptome: Schleimig-schaumiges Erbrochenes mit zum Teil unverdauten Nahrungsbrocken und viel Magensaft

Mögliche Gründe:  Fehler bei der Ernährung(z. B. durch zu viel Gegessenes, Nahrungsmittel war verdorben

Mögliche weitere Symptome: Durchfall, Verstopfung, Koliken

Symptome: Das Erbrochene ist mit Magensaft, unverdauten Mageninhalt sowie grünlich-gelber Galle vermengt

Mögliche Gründe: Darminfektion, Durchfall

Mögliche weitere Symptome: Fieber, Bauchschmerzen, evtl. geronnenes Blut im Erbrochenen, Gewichtsverlust

Symptome: Das Erbrochene ist mit Magensaft, unverdauten Mageninhalt sowie grünlich-gelber Galle vermengt

Mögliche Gründe: Blinddarmentzündung

Mögliche weitere Symptome: Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung, Fieber, Schmerz im Oberbauch

Symptome: Magen- und oder Darminhalt, ev. auch Blutbeimengungen im Erbrochenen

Mögliche Gründe: Darmverschluss

Mögliche weitere Symptome: Sehr harter Bauch, Bauchschmerzen, ev. Benommenheit

Symptome: Fieber und Erbrochen

Mögliche Gründe: Gehirnhautentzündung, andere Infekte (Angina)

Mögliche weitere Symptome: Kopfschmerzen, hohes Fieber, steifer Nacken, Krämpfe

Symptome: Starke Übelkeit, mitunter auch Nahrungsbestandteile im Erbrochenen

Mögliche Gründe: Migräne

Mögliche weitere Symptome: Kopfschmerzen, Schwindel, ev. Sehstörungen

Symptome: Erbrechen nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel

Mögliche Gründe: Nahrungsmittelallergie

Mögliche weitere Symptome: ev. Durchfall, Hautausschlag

© DDr. Peter Voitl, Kinderarzt, Wien, 22

erstellt am: 4. April 2011
zuletzt geändert am: 29. April 2014