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Erstes Wiener Kindergesundheitszentrum Donaustadt
First Vienna Pediatric Medical Center
Gruppenpraxis DDr. Peter Voitl und Partner
Ihr Kinderarzt in Wien, 22

Kategorien Übersicht

Lexikon: Urogenitaltrakt

  • Bettnässen (Enuresis)

    Einnässen an sich ist keine Krankheit, sondern ein Symptom mit verschiedenen Ursachen. Dementsprechend unterschiedlich kann die Behandlung ausfallen. Einnässen ist im Kindesalter sehr häufig, man nimmt an, dass etwa 10% der Siebenjährigen und noch 1-2% der Jugendlichen betroffen sind.

  • Genitalblutungen

    Bei neugeborenen Mädchen sind in den ersten Lebenswochen vaginale Blutungen recht häufig; man bezeichnet dies als Halban-Reaktion. Kommt es aber vor der Pubertät zu solchen Blutungen, sind sie jedenfalls ärztlich abzuklären, da dann der Verdacht auf eine Entzündung, Verletzung, das Vorhandensein eines Fremdkörpers, Tumore, aber auch auf sexuellen Missbrauch vorliegen kann.

  • Harnverhalten

    Es gibt vereinzelt Kinder, die Ausscheidungsbedürftiges nicht loslassen wollen oder können. Betrifft dies den Harn, so kommt es zur Harnverhalten. Dieses psychische Problem kann bis ins Erwachsenenalter bestehen. Kennzeichen sind große Harnblasen und Blasenwandverdickung. Der Rückstau kann bis zur Niere reichen und führt dann oft zu Infekten. Da das Phänomen auch andere Ursachen haben kann, ist eine genaue ärztliche Untersuchung sinnvoll. Die Therapie richtet sich dann nach dem Befund. Eine psychologische Abklärung und Unterstützung ist notwendig.

  • Harnwegsinfektionen

    Besiedeln Bakterien die Harnwege, spricht man von einer Harnweginfektion. Dabei können sich die Erreger in der Harnröhre, in der Blase, in den Harnleitern oder in den Nieren befinden. Ein Harnweginfekt kann ohne Beschwerden ablaufen, ruft aber in vielen Fällen typische Krankheitserscheinungen hervor. Diese sind von der Hauptlokalisation des Infekts abhängig. Befallen die Erreger die Nieren, handelt es sich um eine Nierenbeckenentzündung. Diese ist wesentlich schwerwiegender, da sie starke Schmerzen sowie bleibende Nierenschäden auslösen kann.

  • Hodenhochstand

    Der Hodenhochstand (Maldescensus, Kryptorchismus) ist eine häufige Erkrankung bei Kindern. Kennzeichen ist, dass der Hoden nicht im Hodensack, sondern in der Leiste oder sogar in der Bauchhöhle liegt und nicht tastbar ist. Falls Sie bei Ihrem Kind die/den Hoden nicht tasten können, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen!

  • Hodenwasserbruch (Hydrocele)

    Rund zehn Prozent aller Neugeborenen Buben sind von einem Hodenwasserbruch betroffen. Dabei sammelt sich Gewebswasser im Hodensack, da eine offene Verbindung zwischen Bauchraum und Hodensack vorliegt.

  • Hypospadie

    Bei der Hypospadie mündet die Harnröhre nicht an der Penisspitze, ist viel kürzer angelegt und die Harnröhrenöffnung befindet sich an der Unterseite des Penis oder im Bereich des Hodens. Es handelt sich dabei um eine häufigere angeborene Fehlbildung (etwa 1 von 300 Buben bei familiärer Häufung). Mitunter kann es zu zusätzlichen Fehlbildungen kommen, wie z.B. Kryptorchismus (Hoden liegt nicht im Hodensack) oder ein Leistenbruch. Die Fehlbildung wird operativ korrigiert.

  • Nierenentzündung

    Eine Entzündung der Niere ist bei Kindern oft die Folge einer vorangegangenen anderen Erkrankung, wie beispielsweise eine Halsentzündung oder Scharlach. In diesem Fall sind die Erreger meist Streptokokken oder Viren, betroffen sind Kinder zwischen dem zweiten und zwölften Lebensjahr. Auch ein unbehandelter Harnwegsinfekt kann dazu führen.

  • Pubertas praecox

    Das vorzeitige Auftreten sekundärer Geschlechtsmerkmale wird als Pubertas praecox bezeichnet. Gemeinhin sieht man die unteren Altersgrenzen bei Mädchen unter acht Jahren, bei Buben unter neun Jahren, eine Neudefinition wird aber diskutiert, da der Pubertätsbeginn allgemein immer früher einsetzt. Von der Pubertas praecox sind Mädchen bis zu zehnmal häufiger betroffen als Buben.

  • Scheidenentzündung im Kleinkindesalter

    Eine Vulvitis ist eine Entzündung des äußeren Scheidenbereichs bei Kindern. Kennzeichnend sind Juckreiz, Rötung, Schwellung und Schmerzen. Weitere Symptome können ein weißlich-gelblicher Ausfluss und Harndrang sein. Diese Entzündungen kommen im Kleinkindesalter häufig vor.

  • Vorhautverengung (Phimose)

    Unter Phimose versteht man eine Verengung der Penisvorhaut, die das Zurückziehen unmöglich macht. Bis zum ersten Lebensjahr ist die Verklebung der Vorhaut normal und erfüllt eine Art Schutzfunktion, danach löst sie sich meist bis etwa zum Schuleintritt von selbst. Eine Vorhautverengung liegt bei acht Prozent aller Sechsjährigen vor.

erstellt am: 29. September 2017
zuletzt geändert am: 25. Juni 2018