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Frostbeulen und Erfrierungen

Vor allem Babys sind im Winter der Gefahr ausgesetzt, Erfrierungen und Frostbeulen zu erleiden, wenn Nase und Wangen mehr oder weniger ungeschützt der Kälte ausgesetzt sind. Frostbeulen sind Kälteschädigungen, die durch das starke Zusammenziehen der Blutgefäße bewirkt werden. Eine ausreichende Sauerstoffversorgung ist dann nicht mehr gewährleistet, in extremen Fällen kann es zum Abfrieren des Gewebes kommen.

Symptome

Erkennbar sind Frostbeulen an stark juckenden, oft schmerzhaften rötlich-blauen Schwellungen, die vor allem im Gesicht und an Finger und Zehen auftreten.

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Therapie

Juckreizstillende Salben verhindern, dass sich das Kind die Haut aufkratzt, ansonsten ist bei Frostbeulen das langsame Aufwärmen der Haut wichtig, was am besten mit Wechselbädern gemacht wird. Dazu füllt man ein großes Gefäß (Wanne, Eimer o.Ä.) mit 38 °C warmem Wasser, ein zweites mit 20 °C warmem Wasser. Der betroffene Körperteil des Kindes badet dann etwa drei Minuten im wärmeren, dann etwa 15 Sekunden im kälteren Wasser. Die Prozedur wird dreimal wiederholt, dann die Haut sanft abgetrocknet und in warme Bekleidung gesteckt.

Vorbeugend sollten vor allem Babys, aber auch Kleinkinder bei Minustemperaturen im Gesicht mit Kälteschutzsalben oder Vaseline eingeschmiert werden. Mützen, Schal, Handschuhe und warme Schuhe nicht vergessen, eventuell an Thermounterwäsche denken. Nasse Bekleidung so schnell wie möglich wechseln.

Verschwinden Frostbeulen innerhalb von 14 Tagen nicht, suchen Sie bitte den Arzt auf. Es besteht die Gefahr, dass tiefer liegende Gewebeschichten geschädigt wurden.

© DDr. Peter Voitl

Der Inhalt dieser Seite wurde am 3. Dezember 2012 erstellt.