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Erstes Wiener Kindergesundheitszentrum Donaustadt
First Vienna Pediatric Medical Center
Gruppenpraxis DDr. Peter Voitl und Partner
Ihr Kinderarzt in Wien, 22

Lexikon - alphatische Reihenfolge

A

  • Aggressives Verhalten

    Aggressives Verhalten ist bei Kindern nicht selten und stellt einen häufigen Grund für die Konsultation eines Kinderpsychologen, Kinderpsychotherapeuten oder auch eines Kinderpsychiaters dar. Aggressive Reaktionen können eine vorübergehende Erscheinung sein oder aber sich dauerhaft etablieren.

  • AIDS und HIV bei Kindern und Jugendlichen

    AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome, deutsch: „erworbenes Immundefektsyndrom“) ist eine Infektionskrankheit, die durch einen Virus (HIV) verursacht wird, der die Immunabwehr beeinträchtigt. Dadurch können Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze, aber auch bestimmte seltene Krebsarten gefährlich werden. Die Bezeichnung AIDS bezieht sich auf das späte Stadium der HIV-Infektion und bezeichnet eine spezifische Kombination von Symptomen durch die durch den Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) verursachte Beeinträchtigung des Immunsystems.

  • Alkohol bei Kindern und Jugendlichen

    Eine neuere wissenschaftliche Studie ergab, dass lediglich sechs Prozent der 15-jährigen österreichischen Schüler noch nie Alkohol probiert haben. Werbung, Freunde und die eigene Familie führen viele Kinder bereits früh an Alkohol heran, er begleitet viele soziale Anlässe und der Konsum zählt zu den kulturell akzeptierten Entwicklungsphasen eines Jugendlichen.

  • Allergien bei Kindern

    Unter Allergie versteht man eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers auf verschiedene Stoffe aus der Umwelt. Diese Allergene sind nur für entsprechend sensibilisierte Personen gefährlich. Die häufigsten allergischen Krankheiten sind Heuschnupfen, Asthma bronchiale und Neurodermitis; seltener sind Nahrungsmittelallergien, Nesselausschläge und Insektenstichallergien.

  • Analfissuren

    Frisches Blut auf dem Stuhl oder dem Toilettenpapier sowie Schmerzen beim Stuhlgang sind Symptome für Fissuren (kleine Einrisse) im Analbereich. Diese sollten umgehend behandelt werden, damit das Kind nicht den Stuhlgang aus Angst vor Schmerzen unterdrückt und es dann zur Verstopfung kommen kann. Somit ist jedenfalls ein Besuch beim Arzt angezeigt. In sehr seltenen Fällen kann auch ein chirurgischer Eingriff notwendig sein.

  • Angst im Kindes- und Jugendalter

    Ängste sind ebenso wie Aggressionen ein grundsätzlich normaler und notwendiger Bestandteil des Menschseins und daher auch ein normaler Bestandteil jeder kindlichen Entwicklung. Angst als Affekt ist ein psychophysisches Reaktionsmuster, neben dem Angstgefühl kommt es auch zu verschiedenen körperlichen Symptomen wie beispielsweise Herzklopfen, Zittern, ein flaues Gefühl im Magen oder im Bauch, Mundtrockenheit oder anderen körperlichen Zuständen.

  • Asthma bei Kindern und Jugendlichen

    Das aus dem Griechischen stammende Wort „Asthma“ bedeutet „Keuchen“. Asthma ist die häufigste chronische Krankheit bei Kindern. Asthma im Kindesalter ist durch Atemnot und einen pfeifenden Ton bei der Ausatmung, die auch verlängert sein kann, gekennzeichnet. Asthma kann sich aber auch als lange andauernder Husten äußern, der auf Hustensäfte keine Besserung zeigt und vor allem nachts auftritt. Das kindliche Asthma ist eine Erkrankung der kleinen Atemwege, die sich durch eine entzündliche Reaktion verengen und somit die Atmung behindern.

  • Augenerkrankungen

    Lesen Sie mehr über Bindehautentzündung, Gerstenkorn, Augenlidentzündung, Fehlsichtigkeit und Schielen.

  • Autismus

    Unter Autismus versteht man einen grundlegend veränderten Entwicklungsverlauf mit einer ausgeprägten Beeinträchtigung in der Beziehungs- und Kommunikationsfähigkeit.

B

  • Babyschwimmen

    Eigentlich ist der Begriff Babyschwimmen irreführend da es dabei eher um eine gemeinsame Eltern-Kind-Gymnastik im Wasser handelt. Die reflexartigen Bewegungen der Säuglinge wirken zwar wie Schwimmen, sind damit aber nicht vergleichbar. Das Baby soll auch nicht schwimmen lernen, sondern das Element Wasser entdecken. Es soll sich entspannen, aber auch gemeinsam mit den Eltern aktiv sein.

  • Bauchschmerzen

    Bauchschmerzen zählen zu den häufigsten Beschwerden im Kindesalter. Es ist aber nicht immer leicht, die möglicherweise dahinter liegende Erkrankung oder Befindlichkeitsstörung herauszufinden. Bei Säuglingen liegen die Ursachen zumeist in Blähungen oder der Dreimonatskolik. Denkbar sind bei Kindern aber auch Blinddarmschmerzen, eine Gastritis oder aber die Bauchschmerzen haben auch gar nichts mit der Bauchregion zu tun, weil die eigentliche Erkrankung in einem ganz anderen Körperteil steckt. Die nachfolgende Tabelle soll Ihnen eine Orientierung bieten, um vom Bauchschmerz auf die Ursache schließen zu können.

  • Bernsteinkette

    Die Verwendung von Bernsteinketten bei Säuglingen und Kleinkindern hat in letzter Zeit zugenommen. Diese Bernstein-Halsketten werden in Apotheken und Drogerien verkauft.

  • Bettnässen (Enuresis)

    Einnässen an sich ist keine Krankheit, sondern ein Symptom mit verschiedenen Ursachen. Dementsprechend unterschiedlich kann die Behandlung ausfallen. Einnässen ist im Kindesalter sehr häufig, man nimmt an, dass etwa 10% der Siebenjährigen und noch 1-2% der Jugendlichen betroffen sind.

  • Blähungen bei Säuglingen

    Blähungen können bei Babys vor allem in den ersten drei Lebensmonaten Bauchschmerzen verursachen. Das Baby zieht dabei die Beine stark an, der Bauch ist gespannt, fühlt sich hart an und Luft geht ab. Dafür können ganz unterschiedliche Ursachen verantwortlich sein.

  • Blauer Fleck / Bluterguss

    Aktive Kinder werden immer wieder den einen oder anderen blauen Fleck bzw. Bluterguss erleiden. Verursacht werden sie durch einen Stoß, Schlag oder eine Prellung bzw. Quetschung; also Dinge, die beim Spielen jederzeit passieren können.

  • Blinddarmentzündung

    Die Blinddarmentzündung kommt in allen Altersgruppen vor, am häufigsten bei Kindern und jungen Erwachsenen zwischen 4 und 25 Jahren. Die Symptomatik entspricht einem schweren Bauchschmerz. Oft gestaltet sich die Diagnose nicht einfach.

  • Borreliose

    Borreliose oder Lyme-Erkrankung ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht wird. Diese schraubenförmigen Bakterien werden in der Regel von Zecken übertragen, die den Erreger beim Saugen nach einigen Stunden auf den Menschen abgeben; als weitere Überträger der Borreliose werden auch Stechmücken diskutiert.

  • Brandverletzungen

    Verletzungen durch Hitzeeinwirkung sind nicht selten, viele Kinder verbrennen sich einmal an einem heißen Gerät oder Gegenstand. Schwerwiegender sind zumeist Verbrühungen durch heißes Wasser oder andere Flüssigkeiten, diese eher großflächig geschehen.

  • Bronchitis

    In der kalten Jahreszeit nehmen die Atemweginfekte zu und die „Zeit des Hustens“ ist gekommen. Husten ist ein unangenehmes Erkältungssymptom, das aber auch seinen Sinn hat: Durch das Abhusten kann sich die Lunge von Bronchialschleim befreien – Husten hat also eine Reinigungsfunktion.

D

  • Darmeinstülpung (Invagination) / Darmverschluss

    Die Darmeinstülpung (Invagination) kann einen Darmverschluss verursachen. Meist sind Kinder im zweiten Lebenshalbjahr betroffen, Risikofaktoren sind bestehende Veränderungen des Darms wie etwa ein so genanntes Meckel’sches Divertikel oder Hämangiome. Bei älteren Kindern kann eine Grundkrankheit wie die Purpura Schönlein-Henoch oder die zystische Fibrose vorliegen. Der Darm stülpt sich in sich selbst in der Längsachse ein, dabei kommt es zu einer Störung der Blutversorgung der Darmwand und letztlich zum Darmverschluss.

  • Der Schiefhals (Torticollis)

    Ein Schiefhals entsteht durch eine Verkürzung eines der symmetrischen Halsmuskeln (Musculus sternocleidomastoideus). Erste Anzeichen für einen Schiefhals bemerkt man bereits kurz nach der Geburt, spätestens während des 1. Lebensmonats: die betroffene Halsseite ist geschwollen, das Baby hält den Kopf schief. Auffällig ist auch, dass der Säugling fast nur an einer Brust trinken will. Zur Behandlung wird eine physikalische Behandlung empfohlen; die Prognose ist generell sehr gut.

  • Diabetes bei Kindern

    Zuckerkrankheit (Diabetes) ist eine Stoffwechselerkrankung, die in allen Altersstufen vorkommen kann und lebenslang bestehen bleibt. Bei Kindern handelt es sich in der Regel um einen Diabetes Typ 1, der durch einen Mangel des Hormons Insulin verursacht wird.

  • Diphtherie

    Diphtherie ist eine schwere und meldepflichtige Krankheit, die gehäuft in den Wintermonaten auftritt. Diphtherie wird durch Bakterien verursacht, die an den Schleimhäuten des Rachens einen Giftstoff, das so genannte „Endotoxin“ produzieren können. Dieses „Endotoxin“ gehört zu den stärksten biologischen Giften, es schädigt das Gewebe und führt zu lebensbedrohlichen Erkrankungen auch anderer Organe über den Blutweg.

  • Drogenkonsum

    Diverse Studien und Umfragen ergaben in den letzten Jahren ein eindeutiges Bild: Es besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem höheren Konsum legaler Suchtmittel wie Alkohol und Nikotin und der Bereitschaft, auch illegale Substanzen zu nehmen. Bei Jugendlichen sind neben Cannabisprodukten vor allem die so genannten Designerdrogen (in erster Linie Ecstasy) derzeit sehr beliebt. Und: Die untere Altersgrenze einer ersten Drogenerfahrung liegt heute schon bei zwölf Jahren.

  • Durchfallserkrankungen im Kindesalter

    Die Verdauung beginnt im bereits in der Mundhöhle, wo die Speisen zerkleinert und mit den Enzymen des Speichels vermischt werden. Vom Mund gelangt die Nahrung in den Magen, wo sie mit dem Magensaft gemischt und in den Zwölffingerdarm weitergeleitet wird. Im Zwölffingerdarm werden die Nahrungsbestandteile durch die Galle und die Enzyme der Bauchspeicheldrüse löslich gemacht. Alle Nahrungsbestandteile wie Eiweiß, Fett und Kohlehydrate werden durch die Schleimhaut des Dünndarms in den Organismus aufgenommen.

E

  • Ecstasy

    Unter dem Begriff Ecstasy oder XTC fasst man eine Gruppe synthetisch hergestellter Drogen zusammen. Unter Ecstasy wurde zunächst ausschließlich die Substanz MDMA (3,4-Methylendioxymethamphetamin) verstanden, im Laufe der letzten Jahre tauchten eine Reihe anderer Präparate mit ähnlicher Wirkung auf dem Schwarzmarkt auf, die heute alle als Ecstasy bezeichnet werden.

  • Eichenprozessionsspinner

    Es kann bei Kindern zu heftigen Hautreaktionen durch Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner, einer Raupe, kommen. Zur Vermeidung von Gesundheitsschäden durch die giftigen Brennhaare dieser Raupe des Eichenprozessionsspinners gibt es Empfehlungen.

  • Einkoten (Enkopresis)

    Unter Einkoten oder Enkopresis wird ein unwillkürliches oder willkürliches Einkoten ab einem Alter von etwa vier Jahren bei normaler oder fast normaler Stuhlbeschaffenheit verstanden. Hierbei handelt es sich um eine kinderpsychiatrische Diagnose, organische Ursachen müssen ausgeschlossen sein.

  • Endokarditis (Herzinnenhaut-Entzündung)

    Die Endokarditis (Herzinnenhaut-Entzündung) ist eine akut, subakut oder chronisch verlaufende Entzündung an der Oberfläche der Innenseite des Herzens. Sie ist grundsätzlich als eine systemische Erkrankung zu sehen, die alle Organe betreffen kann. In 20–40% der Fälle kommt es bei einer Endokarditis zu neurologischen Komplikationen. Bei den Patienten, die zuerst neurologisch auffällig werden, wird die Diagnose signifikant später gestellt.

  • Erbrechen

    Erbrechen kommt bei Kindern häufig vor. Nahezu 50 Prozent aller Säuglinge brechen gelegentlich, aber lediglich in fünf Prozent der Fälle ist es das Resultat einer Erkrankung. Bei Säuglingen ist zwischen dem "Spucken", also nach dem Trinken einen Mund voll Milch zurückspucken, oft in Verbindung mit dem Aufstoßen, und dem schwallartigen Erbrechen zu unterscheiden.

  • Erkältung

    Die Erkältung (grippaler Infekt) ist nicht mit der viel schwerwiegenderen „echten“ Grippe (Influenza) zu verwechseln. Beide Krankheiten werden durch unterschiedliche Viren verursacht. Auch der Krankheitsverlauf ist unterschiedlich.

  • Ernährung im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter

    Gesunde und ausgewogene Ernährung ist im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter von großer Bedeutung für die Entwicklung Ihres Kindes.

  • Ertrinkungsunfälle bei Kindern

    Was man über das Ertrinken wissen sollte, um die Gefahr für Kinder zu minimieren.

F

  • Fieber

    Werden Kinder krank, ist häufig auch Fieber im Spiel. Als Krankheitssymptom allein ist es aber wenig aussagekräftig, meist ist es in Verbindung mit anderen Symptomen Ausdruck einer bestimmten Erkrankung. Die nachfolgende Übersicht soll Ihnen helfen, rasch zur richtigen Diagnose zu kommen.

  • Fieberkrämpfe

    Fieberkrämpfe werden durch hohes Fieber ausgelöst und dauern nur wenige Minuten. Betroffen sind Säuglinge und Kleinkinder. Hat sie das Kind zum ersten Mal, so sollte es in ein Krankenhaus eingewiesen werden.

  • Fiebermessen bei Kindern

    Fieber wird am häufigsten im Mund (unter der Zunge), im After (rektal), im Ohr oder unter den Achselhöhlen gemessen.

  • Fläschchen

    Für den Fall, dass eine Frau nicht stillen kann oder will, stehen zahlreiche Säuglingsmilchnahrungen zur Verfügung.

  • Frostbeulen und Erfrierungen

    Vor allem Babys sind im Winter der Gefahr ausgesetzt, Erfrierungen und Frostbeulen zu erleiden, wenn Nase und Wangen mehr oder weniger ungeschützt der Kälte ausgesetzt sind. Frostbeulen sind Kälteschädigungen, die durch das starke Zusammenziehen der Blutgefäße bewirkt werden. Eine ausreichende Sauerstoffversorgung ist dann nicht mehr gewährleistet, in extremen Fällen kann es zum Abfrieren des Gewebes kommen.

  • Frühgeborene Babys

    Eine Schwangerschaft dauert üblicherweise 40 Wochen (280 Tage nach der letzten Regelblutung), von einer Frühgeburt spricht man bei der Geburt eines Kindes vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche, als Untergrenze für das Überleben gilt heute die Vollendung der 23. Schwangerschaftswoche. Die Frühgeburtenhäufigkeit liegt etwa bei fünf bis acht Prozent aller Geburten, wobei sich die Anzahl der frühgeborenen Kinder in den letzten Jahren erhöht hat.

  • FSME (Frühsommer-Meningo- Enzephalitis)

    FSME ist eine Viruserkrankung, die durch Zecken übertragen wird, eine Infektion von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Die Ansteckung kann in der warmen Jahreszeit stattfinden. FSME-Viren kommen nur bis zu Höhenlagen vor, bei denen die mittlere Jahrestemperatur über 8 0C liegt; d.h., im Bergland über etwa 1.400 m gibt es keine FSME. Die Wahrscheinlichkeit, nach dem Biss einer infizierten Zecke zu erkranken, ist hoch, allerdings ist selbst in Gebieten mit hoher Durchseuchung selten mehr als eine von 200 Zecken infiziert. Die Inkubationszeit liegt bei 2 bis 28 Tagen.

G

  • Gastritis und Magengeschwür

    Das Kind leidet vor, während oder nach dem Essen unter krampfartigen Oberbauchschmerzen, die auch als stechend, drückend oder brennend empfunden werden. Auch nächtliche Attacken sind möglich. Hinzu kommen Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit.

  • Gehirnerschütterung

    Typische Anzeichen einer Gehirnerschütterung sind die kurzzeitige Bewusstlosigkeit des Kindes, kurzzeitiger Gedächtnisverlust, Übelkeit (evtl. Erbrechen), Kopfschmerzen, Schläfrigkeit.

  • Gehirnhautentzündung (Meningitis)

    Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine Entzündung der Gehirnhäute, verursacht meist durch bakterielle oder virale Erreger. Die Gehirnhautentzündung (Meningitis) ist eine schwere, akute und ansteckende Erkrankung. Häufig betroffen sind Kleinkinder und Jugendliche, deren Prognose durch die Einführung der antibiotischen Behandlung wesentlich verbessert wurde.

  • Genitalblutungen

    Bei neugeborenen Mädchen sind in den ersten Lebenswochen vaginale Blutungen recht häufig; man bezeichnet dies als Halban-Reaktion. Kommt es aber vor der Pubertät zu solchen Blutungen, sind sie jedenfalls ärztlich abzuklären, da dann der Verdacht auf eine Entzündung, Verletzung, das Vorhandensein eines Fremdkörpers, Tumore, aber auch auf sexuellen Missbrauch vorliegen kann.

  • Grippe (Influenza)

    Die Grippe ist keine harmlose Erkrankung. Man schätzt, dass im Winter 1995/96 – da gab es die letzte größere Epidemie – allein in Deutschland mehr als 30.000 Menschen an der Grippe gestorben sind. Da ja nicht jede Virusgrippe erkannt wird, ist auch noch von einer gewissen Dunkelziffer auszugehen. Doch nicht jede Influenza führt gleich zu solch dramatischen Verläufen, mitunter kann auch eine Virusgrippe recht mild verlaufen.

  • Gürtelrose (Herpes zoster)

    Die Gürtelrose wird durch das gleiche Virus verursacht, das auch für die Windpocken verantwortlich ist. Allerdings tritt eine Gürtelrose erst auf, wenn das Kind schon Windpocken hatte.

H

  • Halsentzündung

    Eine der häufigsten Ursachen für den Besuch beim Kinderarzt ist eine Entzündung im Rachen; aus diesem Grund werden sehr häufig auch Antibiotika verordnet.

  • Harnverhalten

    Es gibt vereinzelt Kinder, die Ausscheidungsbedürftiges nicht loslassen wollen oder können. Betrifft dies den Harn, so kommt es zur Harnverhalten. Dieses psychische Problem kann bis ins Erwachsenenalter bestehen. Kennzeichen sind große Harnblasen und Blasenwandverdickung. Der Rückstau kann bis zur Niere reichen und führt dann oft zu Infekten. Da das Phänomen auch andere Ursachen haben kann, ist eine genaue ärztliche Untersuchung sinnvoll. Die Therapie richtet sich dann nach dem Befund. Eine psychologische Abklärung und Unterstützung ist notwendig.

  • Harnwegsinfektionen

    Besiedeln Bakterien die Harnwege, spricht man von einer Harnweginfektion. Dabei können sich die Erreger in der Harnröhre, in der Blase, in den Harnleitern oder in den Nieren befinden. Ein Harnweginfekt kann ohne Beschwerden ablaufen, ruft aber in vielen Fällen typische Krankheitserscheinungen hervor. Diese sind von der Hauptlokalisation des Infekts abhängig. Befallen die Erreger die Nieren, handelt es sich um eine Nierenbeckenentzündung. Diese ist wesentlich schwerwiegender, da sie starke Schmerzen sowie bleibende Nierenschäden auslösen kann.

  • Haustiere

    Der Kontakt zu Tieren ist grundsätzlich positiv für die Entwicklung von Kindern; die Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen und die Fähigkeit zur nonverbalen Kommunikation wird gefördert. Darüber hinaus werden Tiere erfolgreich in der Therapie und Förderung von entwicklungsverzögerten Kindern eingesetzt.

  • Hautausschlag

    Fast jedes Kind leidet mitunter an einem Hautausschlag und viele klassische Kinderkrankheiten gehen damit einher. Typische Verursacher sind zudem Lebensmittel, Fieber, Sonne, Chemikalien, Hitze, aber auch Medikamente oder Bekleidungsstoffe.

  • Hauterkrankungen bei Kindern

    Abzess, Furunkel, Grindflechte, Pilzerkrankungen, Warzen, Krätze, Akne, Herpes ...

  • Hautpflege bei Babys

    Die Haut ist das verbindende Sinnesorgan zwischen innen und außen. Durch sie werden nicht nur Berührungen wahrgenommen, sondern auch Schmerz und Temperatur. Gerade über die Haut macht man die ersten sinnlichen Erfahrungen mit der Umwelt. Gleich nach der Geburt empfindet der Säugling die veränderten Temperaturen und die unterschiedlichen Qualitäten von Materialien und Berührungen. Umso mehr können Hauterkrankungen von Säuglingen als schmerzhaft und quälend empfunden werden. Die Haut ist unser größtes Organ.

  • Hepatitis (Leberentzündung)

    Unter Hepatitis versteht man eine Entzündung der Leber, die mit Gelbsucht einhergehen kann. Durch diese Entzündung können die Leberzellen geschädigt werden, man unterscheidet eine akute Form, die weniger als sechs Monate dauert, von einer chronischen Form.

  • Hodenhochstand

    Der Hodenhochstand (Maldescensus, Kryptorchismus) ist eine häufige Erkrankung bei Kindern. Kennzeichen ist, dass der Hoden nicht im Hodensack, sondern in der Leiste oder sogar in der Bauchhöhle liegt und nicht tastbar ist. Falls Sie bei Ihrem Kind die/den Hoden nicht tasten können, sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen!

  • Hodenwasserbruch (Hydrocele)

    Rund zehn Prozent aller Neugeborenen Buben sind von einem Hodenwasserbruch betroffen. Dabei sammelt sich Gewebswasser im Hodensack, da eine offene Verbindung zwischen Bauchraum und Hodensack vorliegt.

  • Homöopathische Mittel und ihre Wirkung bei Kindern

    Bei ernsthaften Erkrankungen und starken oder langanhaltenden Beschwerden sollte selbstverständlich immer ein Arzt hinzugezogen werden. Bei einigen häufigen und meist harmlosen Erscheinungen, wie zum Beispiel banalen Infekten, Husten, Schnupfen oder Problemen beim Zahnen können homöopathische Mittel aber eine sanfte und gute Ergänzung zur Schulmedizin darstellen. Mit dem richtigen Mittel können die Selbstheilungskräfte des Kindes gefördert werden, da auch kleine Kinder in der Regel gut auf homöopathische Mittel reagieren.

  • Hüftultraschall beim Säugling/Hüftdysplasie

    Seit etwa 20 Jahren werden in Österreich routinemäßig Säuglingshüften mittels Ultraschall auf mögliche Fehlbildungen untersucht. Um möglichen Spätfolgen einer angeborenen Hüftfehlbildung wie Bewegungseinschränkung, Schmerzen und frühzeitigen Hüftgelenkersatz vorzubeugen, ist eine frühe Diagnose und rechtzeitige Behandlung unbedingt notwendig.

  • Hyperaktivität (ADHS)

    Das Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) bezeichnet ein Verhalten, das sich durch notorische Unaufmerksamkeit, Konzentrationsstörungen, Impulsivität und Aktivitätssteigerung mit gesteigerter motorischer Unruhe ausdrückt Dies erfolgt in einem für den Entwicklungsstand des Kindes abnormen Ausmaß sowie situationsübergreifend. Auch ein Aufmerksamkeitsdefizit ohne Hyperaktivität ist bekannt, weshalb es oft als AD(H)S bezeichnet wird, um darauf hin zu weisen, dass Aufmerksamkeitsstörungen mit oder ohne Hyperaktivität auftreten können, die motorische Überaktivität also dabei sein kann, aber nicht muss. Hyperaktive Störungen beginnen in den ersten 5 Lebensjahren.

  • Hypertrophe Pylorusstenose (Magenausgangs-Verengung oder Pförtnerkrampf)

    Dabei handelt es sich um eine Entleerungsstörung des Magens bei Säuglingen durch eine Verdickung der Muskulatur des Magenausganges.

  • Hypospadie

    Bei der Hypospadie mündet die Harnröhre nicht an der Penisspitze, ist viel kürzer angelegt und die Harnröhrenöffnung befindet sich an der Unterseite des Penis oder im Bereich des Hodens. Es handelt sich dabei um eine häufigere angeborene Fehlbildung (etwa 1 von 300 Buben bei familiärer Häufung). Mitunter kann es zu zusätzlichen Fehlbildungen kommen, wie z.B. Kryptorchismus (Hoden liegt nicht im Hodensack) oder ein Leistenbruch. Die Fehlbildung wird operativ korrigiert.

K

  • Die richtigen Kinderschuhe

    Eine Studie der medizinischen Universität Wien hat gezeigt, dass viele Kinder zu kurze Schuhe tragen (Prof. Groll-Knapp, Prof. Firbas). Es wurde festgestellt, dass 69 Prozent der Kinder zu kurze Straßenschuhe und neun von zehn Kinder zu kleine Hausschuhe anhatten. 40% der Hausschuhe waren sogar kürzer als die Kinderfüße. Auch eine Studie der Universitätsklinik Tübingen zeigte, dass mehr als 60 Prozent aller 2- bis 14-Jährigen ein zu kleines Schuhwerk haben. Worauf soll beim Kauf Kinderschuhen geachtet werden?

  • Kawasaki-Syndrom

    Unter dem Kawasaki-Syndrom versteht man eine Gefäßentzündung, die alle Arterien des Körpers in verschiedenen Organen betreffen kann. Das Kawasaki-Syndrom kommt vor allem in den ersten beiden Lebensjahren vor; bei Buben etwa doppelt so häufig wie bei Mädchen. Die Erkrankung wurde nach dem Entdecker, dem Japaner Kawasaki, benannt.
    Die Ursache ist unbekannt, man vermutet Gift produzierende Bakterien und/oder Störungen bzw. Defekte der Immunabwehr. Auch eine genetische Veranlagung wird angenommen.

  • Kehlkopfentzündung (Laryngitis)

    Die Kehlkopfentzündung betrifft vor allem Kinder bis zum sechsten Lebensjahr. Ursache ist eine Virusinfektion des Kehlkopfes. Durch die bei kleinen Kindern engen Atemwege kommt es zu einer erschwerten Einatmung.

  • Keuchhusten (Pertussis)

    Keuchhusten (Pertussis) ist eine bakterielle Infektion der Atemwege, die weltweit verbreitet ist. Etwa 7 bis 14 Tage nach der Infektionen kommt es zu erkältungsähnlichen Zuständen, begleitet von heftigen Hustenattacken. Die Infektion ist hoch ansteckend. Dennoch wird Keuchhusten, wie viele andere Infektionserkrankungen fälschlicherweise als „Kinderkrankheit“ bezeichnet.

  • Kinderlähmung (Poliomyelitis)

    Die Kinderlähmung wird durch den Poliovirus hervorgerufen, der im Rachensekret und Stuhl Infizierter vorkommt.

  • Kindersitze im Auto

    Den meisten Eltern ist nicht bewusst, mit welcher Wucht ihr Kind bei einem Unfall durch das Auto geschleudert wird. Schon bei einem Aufprall von 30 km/h werden so gewaltige Kräfte frei, dass sich auch Erwachsene nicht mehr abstützen oder festhalten können. Da der Kopf eines Kindes im Verhältnis zum Rest des Körpers relativ groß ist, werden nicht angeschnallte Kinder bei Unfällen meist mit dem Kopf voran durchs Auto geschleudert.

  • KiSS-Syndrom

    Während der Schiefhals (Torticollis) klar definiert ist, ist nicht gesichert, ob das KiSS-Syndrom – der Begriff steht für „Kopfgelenk-induzierte Symmetrie Störung“ – als eigenes Krankheitsbild nachweisbar ist. Beide Begriffe werden oft vermischt oder synonym gebraucht, obwohl das KiSS- Syndrom an der Halswirbelsäule und der Schiefhals in der vorderen Halsmuskulatur zu lokalisieren ist.

  • Klassische Kinderkrankheiten

    Unter den klassischen Kinderkrankheiten versteht man eine Gruppe von Erkrankungen, die bevorzugt im Kindesalter auftreten und die meist durch die Kombination aus Fieber und einem Hautausschlag (Exanthem) gekennzeichnet sind.

  • Kleinwüchsigkeit

    Liegt die Körpergröße eines Kindes unter dem dritten Perzentil eines Vergleichskollektivs, spricht man von Kleinwüchsigkeit. Sie resultiert einerseits aus angeborenen Wachstumsstörungen, wobei eine ererbte geringere Wachstumsgröße sowie eine längere Wachstumszeitraumverteilung die wichtigsten Gründe darstellen, und/oder aus erworbenen Wachstumsstörungen, die zumeist durch Krankheiten ausgelöst werden.

  • Knochen und Gelenke

    Hüftschnupfen, Coxitix, Morbus Perthes, Knochenmarkentzündung, Pronatio dolorosa, Wirbelsäulendeformationen, X- und O-Beine, Wachstumsschmerzen und Tipps bei einem Knochenbruch...

  • Kopfschmerz und Migräne bei Kindern

    Zahlreiche Kinder leiden unter Kopfschmerzen, man nimmt an, dass bereits im Vorschulalter bis zu 20 Prozent aller Kinder Erfahrungen mit Kopfschmerzen haben. Bestimmte Kopfschmerzarten wie z.B. die Migräne bestehen nach Beginn im Kindesalter bei bis zu 50 Prozent der Patienten auch im Erwachsenenalter. Chronische Kopfschmerzen müssen deshalb auch schon im Kindesalter frühzeitig, grundlegend und wirksam behandelt werden.

  • Krampfanfälle im Kindesalter

    Unter Krampfanfällen bei Kindern wird eine Reihe von Krankheitsbildern zusammengefasst, die durch das Auftreten bestimmter neurologischer Muster gekennzeichnet sind. Etwa ein Prozent der Kinder leiden unter zeitweisen Krampfanfällen, bei ca. 75 Prozent treten die ersten Anfälle bereits im sehr jungen Kindesalter auf. Epilepsie ist eine Erkrankung, die auf eine Störung zwischen Erregung und Hemmung im Gehirn beruht.

  • Kreislaufschwäche bei Kindern und Jugendlichen

    Vor allem Jugendliche in der Pubertät sind häufig von Kreislaufschwäche bis hin zum Kollaps betroffen, meist nach dem Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen. Bei der Untersuchung stellt sich oft heraus, dass der Kreislauf körperlichen Belastungen zwar gewachsen ist, der Blutdruck aber nach dem Aufstehen absinkt. An die 20 Prozent aller Kinder erleiden bis zum 15. Lebensjahr einen Kollaps.

L

  • Läuse

    Noch immer kommt es in Kindergärten und Schulen regelmäßig zu wahren Lausepidemien, wobei die Kopfläuse dominieren – Kleider- und Filzläuse kommen nur sehr selten vor. Die lästigen Insekten leben vom Blut der Menschen, ihre Population vermehrt sich ca. alle zwei Wochen.

  • Leistenbruch bei Kindern (Hernie)

    Ein Leistenbruch ist eine Ausstülpung des Bauchfells durch Schwachstellen in der Muskulatur der Bauchwand im Leistenbereich. Knaben sind wesentlich häufiger betroffen als Mädchen und auch bei Frühgeburten tritt der Leistenbruch häufiger auf. Ein Leistenbruch zeigt sich öfters auf der rechten Seite. In 50 Prozent der Fälle kommt es schon im ersten Lebensjahr zum Leistenbruch.

  • Leukämie

    Leukämien sind bösartige Erkrankungen des Blut bildenden Systems, bei denen es zu einem unkontrollierten Wachstum bestimmter weißer Blutkörperchen kommt. Es gibt akute und chronische Verlaufsformen.

  • Lungenentzündung

    Die Lungenentzündung ist eine Entzündung des Lungengewebes und der Atemwege. Ursache ist meist eine Infektion durch Viren, Bakterien oder Pilze, aber auch chemische Reize oder immunologische Reaktionen können eine Lungenentzündung auslösen. Die Übertragung der Erreger erfolgt meist durch Tröpfcheninfektion.

M

  • Mandelentzündung

    Die Gaumenmandeln (Tonsillen) liegen zwischen den vorderen und hinteren Gaumenbögen. Ein Teil der Mandeln ist bei offenem Mund erkennbar, der überwiegende Anteil ist aber nicht zu sehen. Die Rachenmandel (Adenoide) ist weiter hinten am Übergang von der Nasenhöhle zum Rachen im Rachendach lokalisiert. Rachenmandeln und Gaumenmandeln sind als Teil des lymphatischen Rachenrings unter anderem für die Erregerabwehr und die Immunabwehr in dieser Region verantwortlich.

  • Misshandlung und Missbrauch bei Kindern

    Allein in Österreich rechnet man nach seriösen Schätzungen mit etwa 100.000 Misshandlungsfällen pro Jahr, die einer psychotherapeutischen Behandlung bedürfen. In fast 80 % der Fälle stammen die Täter aus der eigenen Familie und nur etwa zwei Drittel der Betroffenen kommen wirklich zu einem Arzt. Von Misshandlungen sind zumeist Kinder zwischen null und vier Jahren betroffen, beim sexuellen Missbrauch überwiegt die Gruppe der Zehn- bis Sechzehnjährigen.

  • Mittelohrentzündung

    Hinter dem Trommelfell liegt das Mittelohr, in dem sich die Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel befinden. Das Mittelohr ist über einen Gang (die so genannte Ohrtrompete, Tuba auditiva) mit dem Rachen verbunden.

  • Mittelohrkatarrh, Paukenerguss

    Diese nicht eitrige Entzündung tritt oft im Rahmen von Erkältungen auf. Es kommt zu einem Sekretstau im Mitelohr; wenn er nicht abfließen kann, folgt daraus ein Mittelohr- oder Paukenerguss. Es kann dabei zu bleibenden Hörschäden kommen.

  • Mongolenfleck (Sakralfleck)

    Eine lila-blaue Verfärbung der Haut, die im unteren Rückenbereich auftritt, wird Mongolenfleck oder Sakralfleck genannt. Der Begriff bezeichnet ein bläuliches Muttermal. Diese harmlose Ansammlung von Pigmentzellen verblasst meist nach vier bis acht Jahren oder spätestens bis zur Pubertät. Der Name Mongolenfleck leitet sich davon ab, dass er bei Asiaten, aber auch bei dunkelhäutigen Menschen überaus häufig auftritt. Der Mongolenfleck ist völlig harmlos und benötigt keine Therapie.

N

  • Nabel beim Neugeborenen

    Der Bauchnabel eines Neugeborenen kann leicht von Krankheitserregern befallen werden und sollte daher trocken gehalten werden. Bis zum Abfallen des Nabelstumpfes sollten Sie Ihr Baby auch nicht baden.

  • Nabelbruch

    Ein Nabelbruch bei Säuglingen ist nichts Ungewöhnliches.

  • Nägelbeißen

    Nägelbeissen ist eine häufige, als – schlechte – Angewohnheit bezeichnete Symptomatik vieler Kinder. Dieser destruktive Vorgang äußert sich im Beißen, Abnagen, Kauen und zum Teil Essen der Fingernägel. Vor allem Schulkinder, mit einem Häufigkeitsgipfel zwischen dem 8. und 11. Lebensjahr, manchmal auch Vorschulkinder und Jugendliche oder Erwachsene beißen häufig an ihren Nägeln. Die meisten bemerken gar nicht mehr, dass sie gerade Nägel beißen.

  • Nasenbluten

    Nasenbluten ist meist harmlos und entsteht, wenn ein Blutgefäß der Nasenschleimhaut platzt, meist im vorderen Teil der Nase. Nasenbluten kommt bei Kindern sehr häufig vor.

  • Nasennebenhöhlenentzündung

    Die Nasennebenhöhlen, also die Kieferhöhlen, Stirnhöhlen, Siebbeinzellen sowie die Keilbeinhöhle können sich im Rahmen von Infekten entzünden. Auslöser sind meist Verlegungen des Ausführungsgangs der Nebenhöhlen.

  • Nesselausschlag, Urticaria

    Eine Nesselsucht (Urticaria) kann zahlreiche Ursachen haben und tritt in unterschiedlichen Formen auf. Eine Vielzahl von Reizen wie Wärme, Kälte, Nahrungsmittel, Medikamente, Chemikalien, Licht, Druck auf die Haut oder hormonelle, virale, bakterielle oder psychische Faktoren spielen eine Rolle. In etwa 80 Prozent aller Fälle kann kein konkreter Auslöser gefunden werden.

  • Neugeborenengelbsucht

    Bei vielen Neugeborenen fällt in den ersten Lebenstagen eine gelbliche Verfärbung der Haut auf, verursacht durch eine verzögerte Ausscheidung des Bilirubins. Diese „natürliche“ Neugeborenengelbsucht (Ikterus neonatorum) ist bis zu einem bestimmten Grad völlig ungefährlich und bedarf auch keiner Behandlung.

  • Neurodermitis

    Neurodermitis (atopisches Ekzem, atopische Dermatitis oder endogenes Ekzem) ist eine häufige Hauterkrankung aus der Gruppe der Atopien (mit Allergien assoziierte Krankheiten).

  • Nierenentzündung

    Eine Entzündung der Niere ist bei Kindern oft die Folge einer vorangegangenen anderen Erkrankung, wie beispielsweise eine Halsentzündung oder Scharlach. In diesem Fall sind die Erreger meist Streptokokken oder Viren, betroffen sind Kinder zwischen dem zweiten und zwölften Lebensjahr. Auch ein unbehandelter Harnwegsinfekt kann dazu führen.

O

  • Ohr, abstehend

    Abstehende Ohren sind eine durchaus häufig vorkommende angeborene Deformität, die Ursache liegt in einer Fehlentwicklung des Ohrknorpels. Die Ohrmuschel steht ab und das Ohr wirkt schalenförmig. Am rückwärtigen Teil des Ohres findet sich ein Hautüberschuss. Abstehende Ohren führen für viele Kinder zu psychischen Problemen, da sie von ihren Spiel- oder Schulkameraden gehänselt werden können. Jugendliche fühlen sich oft minderwertiger und so wächst der Wunsch nach einer Korrektur, die operativ leicht möglich ist. Mit Komplikationen ist bei diesem Eingriff kaum zu rechnen.

  • Ohrenschmerzen

    Klagt Ihr Kind über Ohrenschmerzen, liegt häufig eine Mittelohrentzündung vor. Weitere Ursachen können eine Entzündung des äußeren Gehörgangs, ein Ekzem im Gehörgang, vielleicht auch ein Fremdkörper im Ohr oder eine Verstopfung mit Ohrenschmalz sein. Bringen Sie Ihr Kind jedenfalls ehestmöglich zum Arzt, der die Ursache abklären kann und eine entsprechende Behandlung einleiten wird.

  • Operation und Spitalaufenthalt bei Kindern

    In Österreich werden pro Jahr etwa 20.000 Kinder operiert, der Großteil dieser Eingriffe erfolgt in Vollnarkose. Etwa jedes zweite Kind muss irgendwann im Laufe seines Lebens ins Krankenhaus. Wenn möglich, ist eine gute Vorbereitung wichtig, da diese Situation für das Kind selbst, aber auch für die Familie eine beträchtliche Belastung darstellt.

P

  • Pavor nocturnus (Nachtschreck)

    Unter dem Nachtschreck versteht man wiederkehrendes nächtliches Erwachen mit einem heftigen Keuchen oder lautem Weinen und Schreien Der Pavor nocturnus kommt bei bis zu fünf Prozent aller Kinder vor, meist zwischen dem vierten und dem zwölften Lebensjahr. Buben sind häufiger betroffen.

  • Perzentilen

    Ist mein Kind zu groß zu klein, zu dick oder zu dünn?

  • Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose)

    Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird durch einen Virus aus der Herpesgruppe (Epstein-Barr-Virus) ausgelöst; meist ist das Kind im Alter zwischen 4 bis 15 Jahren betroffen. Die Krankheit hinterlässt eine lebenslange Immunität. Eine Häufung ist zwischen April und Juni bzw. im Herbst zu erwarten. Das Virus wird über Speichel übertragen.

  • Prellungen und Zerrungen

    Durch Überlastung oder einen Sturz können die Gelenkbänder überdehnt werden.

  • Pubertas praecox

    Das vorzeitige Auftreten sekundärer Geschlechtsmerkmale wird als Pubertas praecox bezeichnet. Gemeinhin sieht man die unteren Altersgrenzen bei Mädchen unter acht Jahren, bei Buben unter neun Jahren, eine Neudefinition wird aber diskutiert, da der Pubertätsbeginn allgemein immer früher einsetzt. Von der Pubertas praecox sind Mädchen bis zu zehnmal häufiger betroffen als Buben.

Q

R

  • Rauchen

    Die meisten Raucher erinnern sich an ihre erste Zigarette. Geschmeckt hat sie oft nicht, und den meisten ist es auch schlecht gegangen. Denn der Körper hat noch anders reagiert. Wenn sie sich ans Rauchen gewöhnt haben, behaupten viele Raucher, dass ihnen die Zigarette (und vor allem „ihre“ Marke) schmeckt.

  • Reiseapotheke für Reisen mit Kindern

    Eine gut ausgestattete Reiseapotheke ist im Urlaub mit Kindern sehr hilfreich. Man sollte zumindest für eine einfache Erstversorgung ausgerüstet sein, für den Fall, dass ein Arzt nicht gleich erreichbar ist.

  • Reisen mit Kindern

    Eine gute Vorbereitung ist für den erholsamen Urlaub mit Kindern wesentlich.

S

  • Scheidenentzündung im Kleinkindesalter

    Eine Vulvitis ist eine Entzündung des äußeren Scheidenbereichs bei Kindern. Kennzeichnend sind Juckreiz, Rötung, Schwellung und Schmerzen. Weitere Symptome können ein weißlich-gelblicher Ausfluss und Harndrang sein. Diese Entzündungen kommen im Kleinkindesalter häufig vor.

  • Schlafprobleme des Babys

    Mein Kind will nicht einschlafen! Das Problem kennen viele leidgeprüfte junge Eltern.

  • Schnuller

    Nuckeln und Saugen sind angeborene Verhaltensweisen. Auf Ultraschallbildern kann man sehen, dass Kinder im Mutterleib schon ab dem fünften Schwangerschaftsmonat am Daumen lutschen. Bereits Minuten nach der Geburt saugen Babys kräftig an der Brust, wenn sie zum ersten Stillen angelegt werden. Die meisten – wenn auch durchaus nicht alle – Kleinkinder haben über die Nahrungsaufnahme hinaus ein ausgeprägtes Saugbedürfnis. Durchschnittlich 60 bis 80 Prozent aller Kinder in den Industrieländern bekommen dafür zwischen ihrem ersten und sechsten Lebensmonat einmal einen Schnuller angeboten.

  • Schnupfen bei Säuglingen

    Schon allein durch die Enge der Nasengänge beim Säugling kann es durch eine Vielzahl von Reizen, wie z.B. Kälte, Staub, trockene Luft oder Viren, zu einer Behinderung der Nasenatmung kommen. Die verstopfte Nase macht dem Baby vor allem deshalb zu schaffen, weil die Atmung zu diesem Zeitpunkt noch ausschließlich durch die Nase geschieht. Das Baby kann Mühe beim Trinken haben, unruhig sein, eine röchelnde Atmung haben, schlecht einschlafen oder nachts häufiger aufwachen.

  • Schreibabys

    Heftiges Schreien tritt bei etwa 10 bis 30 % aller gesunden Neugeborenen in den ersten Lebenswochen auf.

  • Schulangst und Schulphobie

    Angst gehört zum Leben und ist ein natürlicher Mechanismus, um uns vor Gefahren zu schützen. Sie kann aber auch zu einem Problem werden, beispielsweise im Zusammenhang mit der Schule. Neueren Untersuchungen zufolge leiden 20 Prozent aller Schüler unter Schulangst, und das nicht selten bereits in der Volksschule. Mädchen sind davon häufiger betroffen als Buben.

  • Schulfähigkeit

    Per Definition zeichnet sich Schulreife dadurch aus, dass ein Kind in Gemeinschaft Gleichaltriger in der Lage ist, sich durch planmäßige Arbeit Wissen anzueignen. Das Kind soll also aufgrund seines körperlichen, emotionalen, sozialen und geistigen Entwicklungsstandes am Unterricht in der Klassengemeinschaft ohne Überforderung teilnehmen können.

  • Schweinegrippe

    In Mexiko wurden die ersten Fälle der Schweinegrippe beim Menschen registriert, die teils zu schweren Lungenentzündungen führten.

  • Schwerhörigkeit – Vorbeugung bei Neugeborenen

    Eine relevante Hörschädigung kommt bei etwa ein bis zwei von 1.000 Neugeborenen vor, in Österreich sind etwa 100 Säuglinge pro Jahr betroffen.

  • Sehnenscheidenentzündung

    Vor allem Schulkinder leiden gar nicht so selten unter Schmerzen im Handgelenk, verursacht durch zu häufige Arbeit am Computer. Nachts können die Beschwerden zunehmen, bleibt die Entzündung unbehandelt, drohen chronische Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit.

  • Selbstmord

    Immer wieder kommt es zu Pressemeldungen über Selbstmorde bei Jugendlichen. Eltern, Lehrer, Mitschüler stellen sich dann oft die Frage, ob man die Tat nicht hätte verhindern können. Jugendliche Selbstmordversuche werden vermutlich zu zwei Drittel von Mädchen unternommen, dennoch gelingt Buben die Tat weit öfter – vermutlich greifen sie zu „geeigneteren Mitteln“. In Deutschland wiesen Jugendliche die höchste Suizidrate in der Bevölkerung auf. Suizidraten unterliegen starken kulturellen Schwankungen zwischen einzelnen Ländern.

  • SIDS – der plötzliche Kindstod

    Unter der Bezeichnung SIDS fasst man alle plötzlichen und unerklärlichen Todesfälle gesunder Säuglinge ohne erkennbaren Auslöser meist während des Schlafes zusammen, bei denen sich auch nach genauer Untersuchung der Umstände keine Ursache finden lässt. Mittlerweile sind aber dafür eine Reihe von Risikofaktoren bekannt, wie das Schlafen in Bauchlage, bei dessen Vermeidung das Risiko deutlich verringert werden kann.

  • Stillen

    Stillen ist das Beste fürs Baby und meist auch das Angenehmste für die Mutter. In den ersten Wochen stillen nahezu alle Frauen. Doch danach nimmt die Stillhäufigkeit ab: Nur zehn Prozent aller Kinder erhalten in den ersten fünf bis sechs Lebensmonaten nichts anderes als Muttermilch.

  • Storchenbiss und Blutschwamm (Hämangiom)

    Beinahe jedes zweite Neugeborene weist in den ersten Lebensmonaten einen roten, scharf begrenzten Hautfleck meist im Bereich des Kopfes auf. Dabei handelt es sich in der Regel um ein so genanntes Feuermal (Naevus flammeus), das im Volksmund auch „Storchenbiss“ genannt wird. Meistens vergeht diese Hautrötung von selbst im ersten Lebensjahr. Nicht verwechselt werden sollte er mit dem Hämangiom (Blutschwamm), einem gutartigen Gewächs der Blutgefäße, das nicht flach ist, sondern meist etwas über das Hautniveau herausragt.

  • Stottern

    Unter Stottern versteht man Unterbrechungen des Sprechablaufs mit Wiederholungen von Lauten. Man unterscheidet zwischen tonischen, klonischen und kombiniert tonisch/ klonischen Formen. Beim tonischen Stottern wird Atmung, Stimme und Artikulation gepresst und blockiert. Beim klonischen Stottern kommt es zur Unterbrechung mit Wiederholungen von Einzellauten, Silben oder Worten, besonders am Wortanfang. Sekundär treten häufig Atemverschiebungen, Schmatz-Schluckgeräusche, Flickworte, Mitbewegungen von Gesicht und Extremitäten, vegetative Symptome wie Schweißausbruch, Erröten und eine unregelmäßige Atmung auf.

  • Stress

    Bereits über 70 Prozent der Sieben- bis Elfjährigen und über 80 Prozent der Zwölf- bis Sechzehnjährigen berichten laut einer Studie aus dem Jahr 1990 über Stresserlebnisse. So schockierend diese Zahlen klingen, so alarmierend ist die Reaktion der Kinder. Sie glauben nämlich überwiegend, dass dagegen gar nichts getan werden kann.

  • Stromunfall

    Stromunfälle passieren zumeist im Haus, wenn Kinder mit elektrischen Geräten hantieren oder in ungesicherte Steckdosen greifen. Tritt ein derartiger Fall ein, unterbrechen Sie sofort die Stromzuleitung (Sicherung herausnehmen, Stecker ziehen). Meist geht die Sache glimpflich aus, es kann aber zu Verbrennungen kommen, die ärztlich versorgt werden sollten. Möglich sind aber auch Herzrhythmusstörungen und Bewusstlosigkeit. Das Fatale daran: Ein Kreislaufstillstand ist auch noch bis zu 24 Stunden nach dem Unfall möglich, selbst wenn das Kind bis dahin keinerlei Symptome gezeigt hat. Daher sollten Sie Ihr Kind nach einem Stromunfall jedenfalls zu einem Arzt bringen.

  • Sturzunfälle

    Mit der Erweiterung des Aktionsradius im Zuge des Wachstums ist auch eine Verschiebung der Unfallschwerpunkte verbunden.

T

  • Teilleistungsstörungen und umschriebene Entwicklungsrückstände

    Umschriebene Leistungsdefizite, die bei sonstiger körperlicher, intellektueller und psychischer Gesundheit auftreten, nennt man Teilleistungsstörungen. Diese können ein breites Spektrum umfassen: Sprach- und Sprechstörungen, Störungen des Lesens und Rechtschreibens, Rechenstörungen oder Störungen der motorischen Funktionen, andere Lernschwächen, die nicht durch eine generelle intellektuelle Behinderung oder durch eine inadäquate schulische Betreuung erklärt werden können.

  • Tetanus

    Beim Tetanus, dem Wundstarrkrampf, erfolgt die Ansteckung des Kindes durch Verletzungen bzw. kleine Wunden. Unbehandelt führt die Erkrankung zu Muskelkrämpfen, die auch die Atemmuskulatur betreffen können. 20 bis 30 Prozent aller Patienten mit Tetanus versterben. Daher ist die Impfung zu empfehlen.

  • Tierbisse

    Infektionen durch Parasiten wie Flöhe, Milben und Wanzen sind selten geworden. Gemeinsam ist ihnen der Juckreiz und durch Kratzen kann es zu Hautinfektionen kommen.

  • Tollwut

    Dank der großflächigen Tierimpfungen (Impfköder) kommt Tollwut in Österreich eigentlich nicht mehr vor. Möglich ist aber eine Ansteckung des Kindes auf Urlaubsreisen. Da die Übertragung des Virus von Tieren auf den Menschen durch den Speichel erfolgen kann, ist hier immer eine potentielle Gefahr gegeben. Schärfen Sie Ihren Kindern daher unbedingt ein, auf Urlaubsreisen, vor allem Fernreisen, keine fremden Tiere anzufassen, auch keine Haustiere wie Hunde oder Katzen, bei denen ein Tollwutvirus nicht ausgeschlossen werden kann.

  • Trauer im Kindes- und Jugendalter

    "Trauer ist die gesunde, lebensnotwendige, kreative Reaktion auf Verlust-und Trennungserlebnisse."

  • Trisomie 21

    Diese häufigste angeborene Chromosomenanomalie kann nicht medikamentös behandelt werden. Trisomie 21 (Down Syndrom, nach dem Neurologen Langdon-Down benannt) ist bereits unmittelbar nach der Geburt anhand bestimmter äußerlicher Merkmale wie breiter Schädel, weit auseinander stehende Augen mit schrägen Lidspalten usw. erkennbar.

  • Tuberkulose

    Sie galt fast schon als ausgerottet, kommt seit einigen Jahren aber wieder häufiger vor: Tuberkulose, eine durch das Tuberkelbakterium verursachte Infektionskrankheit, die in erster Linie die Lunge befällt. Bei einer Erstinfektion (durch Tröpfcheninfektion) werden Lungengewebe und Lymphknoten befallen. Zumeist kommt die Krankheit dann aber zum Stillstand. Besondere Symptome zeigen sich nicht, die Krankheit kann aber mit einem eigenen Test nachgewiesen werden, der begleitend zu Vorsorgeuntersuchungen empfohlen wird.

U

  • Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen

    Etwa jeder fünfte Heranwachsende gilt als übergewichtig und rund sieben Prozent sind sogar als fettsüchtig (adipös) zu bezeichnen. Fettsucht gilt laut Weltgesundheitsorganisation WHO als Krankheit und die WHO spricht von einer „globalen Epidemie des 21. Jahrhunderts“. Weltweit gelten ebenso viele Menschen als übergewichtig wie unterernährt.

  • Untergewicht bei Kindern

    Viele Eltern machen sich Sorgen, weil ihr Kind vermeintlich nicht genug isst und ihnen zu dünn erscheint. Diese Sorge kann berechtigt sein, denn laut Ernährungsbericht 2000 sind 8 Prozent aller Kinder zwischen 6 und 17 Jahren untergewichtig. Das heißt, sie liegen mehr als 15 Prozent unter ihrem (alters- und größenabhängigen) Referenzgewicht. Allerdings ist die elterliche Sorge auch oft unbegründet, denn im Laufe der Entwicklung können derartige Entwicklungsphasen durchaus normal sein.

V

  • Verdauungsprobleme bei Säuglingen

    Der Darm muss sich erst an seine Aufgaben gewöhnen und weist in den ersten Lebensmonaten einige Besonderheiten auf. Unregelmäßigkeiten und unterschiedliche Abstände bei der Darmentleerung sind nicht ungewöhnlich.

  • Vergiftungen/Verätzungen

    Natürlich sollte man Putzmittel, Alkoholika usw. vor Kindern gut verschlossen halten, dennoch passieren hier immer wieder Unfälle. Das betroffene Kind muss jedenfalls ärztlich untersucht werden.

  • Verletzungen

    Aktive Kinder erleiden auch immer wieder kleinere und größere Verletzungen. In den meisten Fällen ist eine ärztliche Konsultation nicht notwendig. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Kind die empfohlenen Tetanus-Impfungen erhalten hat, denn auch kleinste Wunden können sich entzünden.

  • Verschlucken von Fremdkörpern

    Kleinkinder stecken oft kleinere Gegenstände in den Mund und können diese in der Folge versehentlich verschlucken. Die meisten Fremdkörper werden auf natürlichem Weg ausgeschieden und tauchen im Stuhl wieder auf. Ein medizinisches Eingreifen ist oft nicht erforderlich.

  • Verstopfung (Obstipation) bei Kindern

    Als Verstopfung oder Obstipation bezeichnet man eine funktionelle Darmstörung, bei der der Stuhl nicht vollständig oder nur verzögert abgegeben werden kann. Verstopfung ist keine Krankheit an sich, sondern ein häufig vorkommendes Symptom, das viele Ursachen haben kann.

  • Vogelgrippe

    Die Vogelgrippe (oder auch Influenza A H5N1) ist eine Viruserkrankung, die Wildvögel und Geflügel befällt. Ende 2003/Anfang 2004 hat sich die Vogelgrippe in Asien ausgebreitet und sollte nicht mit der normalen, saisonalen Grippe verwechselt werden. Eine Übertragung auf den Menschen ist möglich, Experten befürchten die Möglichkeit eines großflächigen Ausbruchs.

  • Vorhautverengung (Phimose)

    Unter Phimose versteht man eine Verengung der Penisvorhaut, die das Zurückziehen unmöglich macht. Bis zum ersten Lebensjahr ist die Verklebung der Vorhaut normal und erfüllt eine Art Schutzfunktion, danach löst sie sich meist bis etwa zum Schuleintritt von selbst. Eine Vorhautverengung liegt bei acht Prozent aller Sechsjährigen vor.

W

  • Windeln

    Die meisten Kinder tragen etwa zwei bis drei Jahre lang Windeln. Das Wickeln und die Fragen, die sich daraus ergeben, bestimmen deshalb nicht unwesentlich den Alltag von Eltern und Kind.

  • Wurmerkrankungen

    Erkrankungen durch Würmer sind nicht selten, die in Österreich am häufigsten auftretenden Würmer sind Madenwürmer (Oxyuren), Bandwürmer und Spulwürmer.

Z

  • Zahnerkrankungen

    Karies, die Zahnfäule, entsteht durch Säuren, die den Zahnschmelz angreifen (Entkalkung) und Löcher verursachen können. Diese Säuren bilden sich vor allem dann, wenn Bakterien im Mund Zucker verarbeiten. Dabei spielt es keine Rolle, welche Art von Zucker es ist, ob Kristallzucker, Honig oder Traubenzucker. Aber auch andere Essensreste können von Bakterien verwertet werden, diese können sich an den Zähnen anheften. Zusammen mit Nahrungsresten und Speichelbestandteilen bilden sie den Zahnbelag (Plaque).

  • Zahngesundheit bei Kindern

    Zahnkaries bei Kindern ist in den letzten Jahren zurückgegangen; 70 Prozent aller Kinder im Kindergartenalter haben gesunde Gebisse. Daneben gibt es aber eine kleine Gruppe von Kindern, bei denen die Zähne nicht ausreichend gepflegt werden und die massiv kariöse Zähne aufweisen. Regelmäßige und gewissenhafte Zahnpflege ist jedenfalls Voraussetzung für ein gesundes Gebiss.

  • Zungenbändchen

    Ein zu kurzes Zungenbändchen kommt relativ häufig vor, die Angaben schwanken zwischen 4 % und 10 % aller Neugeborenen. Die Zunge sieht dann herzförmig aus.

  • Zwangsphänomene im Kindesalter

    Zwangsphänomene (Zwänge) kommen vom Kleinkindalter bis ins Jugendalter und auch bei Erwachsenen vor.

  • Zystische Fibrose (Mucoviszidose)

    Die cystische Fibrose oder Mucoviszidose ist eine angeborene Stoffwechselstörung, die zu chronischen Entzündungen der Atemwege, zu Verdauungsstörungen auf Grund einer Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse und zu einer Beeinträchtigung auch anderer Organsysteme wie Leber, Schweißdrüsen und Fortpflanzungsorgane führen kann.

erstellt am: 8. Juli 2017
zuletzt geändert am: 25. Juni 2018