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Alternativmedizin

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Frage:

Was halten Sie von Alternativmedizin, zB. Homöopathie und was sagen Sie zu impfkritischen Eltern?

Antwort:

Alternative Medizin kann in vielen Fällen unterstützend gut helfen, sollte aber keinen Ersatz zu einer von Ihrem Arzt empfohlenen Behandlung darstellen, da alternative Heilmethoden, wie z.B. die Homöopathie auch an ihre Grenzen stoßen.

Impfungen in Kombination mit frischen Wasser und verbesserten Hygienezuständen haben in der westlichen Welt zu einer extremen Abnahme der Kindersterblichkeit geführt. Eine wissenschaftliche Abwägung zwischen Risiko und Nutzen einer Impfung spricht eindeutig dafür, Kinder impfen zu lassen.

Eine Überlastung des Immunsystems wie sie oft befürchtet wird kann ausgeschlossen werden, da 10 Impfungen die gleichzeitig appliziert werden würden, eine Auslastung von 0,1% des Immunsystem bedeuten würden. 

In der untenstehenden Tabelle finden sie eine Übersicht über Impfkomplikationen und deren Häufigkeiten.

 

1:1 Mio

Reaktion

Häufigkeit

Beispiele

Impfreaktion, ev. Impfkrankheit
 (harmlose Beschwerden im 
Rahmen der Immunantwort)

Im Prozentbereich

Lokalreaktion an der Injektionsstelle

Impfkomplikationen

Zehntelpromillebereich

Darminvagination nach Rotavirusimpfung

Bleibende Schäden

1:1 Mio

Paresen nach Poliomyelitis- Impfung

 

Im Endeffekt müssen Sie aber selbst entscheiden, was Sie für Richtig halten und ob Sie Ihr Kind impfen lassen möchten oder nicht.

Allerdings sollte man auch der Alternativmedizin genauso kritisch wie der Schulmedizin gegenüberstehen und bei ausbleibendem Erfolg die Behandlung überdenken. Im Folgenden ein kurzer Überblick über häufig angewandte Therapien:

Akupunktur

Die Wirkungsweise der Akupunktur beruht darauf, dass die oberflächlichen Körperschichten wie Haut und Muskulatur mit den inneren Organen in Beziehung stehen. Mit dünnen Nadeln werden die Akupunkturpunkte gestochen und damit die den Hautstellen zugeordneten Organe beeinflusst, "der freie Fluss der Lebenskraft wieder hergestellt". Bisher gibt es keine wissenschaftliche Untersuchung, die einen Hinweis auf die Wirksamkeit im Kindesalter hätte zeigen können, allerdings sind gibt es dokumentierte Berichte über deutlich gebesserte Einzelfälle.

Homöopathie

Die Homöopathie beruht auf der Annahme, dass sich Krankheiten heilen lassen, wenn dem kranken Organismus in ganz geringen Mengen die Stoffe zugeführt werden, die in einer höheren Dosierung beim Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen (Ähnliches mit Ähnlichem heilen). 
In der klassischen Homöopathie sind bereits zahlreiche Studien durchgeführt worden, die bei einer zusammenfassenden Bewertung (Meta-Analyse) eher positive als negative Ergebnisse zeigten.

Symbioselenkung

In der Therapie durch Symbioselenkung wird davon ausgegangen, dass im Darm eines Patienten mit Neurodermitis eine Überwucherung mit Pilzen oder Bakterien vorliegt. Eine Veränderung der Darmbesiedlung mit für den Patienten günstigen Keimen soll die Patienten kurieren; diese Theorie konnte aber in der Praxis nicht bestätigt werden.

Urintherapie

Die Verwendung von Eigenurin findet auch in der Behandlung Verwendung, um die Abwehrreaktionen des Körpers zu stärken und den Harnstoffanteil zu erhöhen. Der Nachweis, dass Eigenurin innerlich angewendet das Immunsystem des Körpers stärkt, fehlt aber völlig.

Elektroakupunktur nach Voll

Im Körper kommt ständig zu sehr kleinen elektrischen Spannungsänderungen, die an der Körperoberfläche gemessen werden können. Bei der Elektroakupunkur hält der Patient eine Elektrode, während mit einer zweiten Elektrode die Akupunkturpunkte stimuliert werden. Eine Wirkung dieses Verfahrens konnte nicht belegt werden.

Kinesiologie

Die Kinesiologie basiert auf der Vorstellung, dass Störungen im Energiefluss des Körpers (z.B. durch Allergene) zu Veränderungen in der Muskelspannung führen können. Es gibt aber oft keine Übereinstimmungen solcher "Allergietests" mit den Beschwerden des Patienten.

Bioresonanztherapie

Die Bioresonanztherapie unterscheidet im Menschen zwischen gesunden und kranken Schwingungen, wobei ein eigenes Gerät die krankhaften Schwingungen löschen soll. Oft zeigen verschiedene Untersucher aber auch verschiedene Resultate an. Erfolge gab es nur in Einzelfällen. In der Therapie spielt Bioresonanz keine ernstzunehmende Rolle.

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Der Inhalt dieser Seite wurde am 25. März 2014 erstellt.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 29. Juli 2014 letztmalig geändert.