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Impfungen

Wir möchten unseren Patienten die Möglichkeit eines ausreichenden Impfschutzes anbieten. Dazu gehört es nicht nur, auf die Möglichkeit der Grundimmunisierung bei den Säuglingen rechtzeitig hinzuweisen, sondern auch, den Impfschutz durch notwendige Auffrischungsimpfungen zu erhalten. Daher kommt der Information der Patienten eine große Bedeutung zu, damit dieser entscheiden kann, welche Impfung er wann in Anspruch nehmen möchte.

Wann ist eine Impfung sinnvoll?

  • Wenn die Krankheit, gegen die geimpft werden soll, häufig auftreten kann.
  • Wenn ein Risiko besteht, dass die Krankheit schwerwiegende Folgen hat.
  • Wenn es keine Heilmittel gegen die Erkrankung gibt.
  • Wenn der Impfschutz lange bestehen bleibt.
  • Wenn das Impfrisiko geringer ist als das Krankheitsrisiko.

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Wann ist bei einer Impfung Vorsicht geboten?

  • Wenn Ihr Kind unter einer Erkrankung des Abwehrsystems leidet.
  • Wenn Ihr Kind Medikamente erhält, die das Abwehrsystem beeinflussen (z.B. Kortison, Krebsmittel, Immunsuppressiva).
  • Wenn Ihr Kind eine Hühnereiweißallergie hat.

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Wann soll eine Impfung verschoben werden?

  • Wenn Ihr Kind akut erkrankt ist.
  • Wenn Ihr Kind unter einer Allergie leidet, die gerade zu diesem Zeitpunkt besonders ausgeprägt ist.

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Impfplan für Säuglinge, Kinder und Jugendliche

Zweiter Lebensmonat

  • Erste Rotavirus-Impfung (Brechdurchfall).

Dritter Lebensmonat

  • Zweite Rotavirus-Impfung (Brechdurchfall).
  • Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten-Haemophilus-Ínfluenzae-Typ-B-Hepaptitis-B-Polio-Impfung (erste Sechsfach-Teilimpfung).
  • Die Impfung gegen Hepatitis B ist grundsätzlich auch zu jedem späteren Zeitpunkt möglich, soll jedoch spätestens bis zu Beginn des 13. Lebensjahres vollständig durchgeführt sein. Das genaue Impfschema hängt vom jeweils verwendeten Impfstoff ab. Nach Möglichkeit sollte bei im Säuglingsalter bzw. Vorschulalter Geimpften im 13. Lebensjahr ein Booster erfolgen.
  • Erste Pneumokokken-Impfung.
  • Die erste Meningokokkenimpfung ist möglich.

Fünfter Lebensmonat

  • Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten-Haemophilus-influenzae-Typ-b-Hepaptitis-B-Polio-Impfung (zweite  Sechsfach-Teilimpfung).
  • Zweite Pneumokokken-Impfung.
  • Die zweite Meningokokkenimpfung ist möglich.

Ab dem zwölften Lebensmonat

  • Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten-Haemophilus-influenzae-Typ-b-Hepaptitis-B-Polio-Impfung (dritte Sechsfach-Teilimpfung).
  • Dritte Pneumokokken-Impfung.
  • Eventuell Impfung gegen Hepatitis A (Reisegelbsucht).
  • Erste FSME-Impfung (bei Risikogebiet).

Ab dem 14. Lebensmonat

  • Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (erste MMR-Impfung).
  • Zweite FSME-Impfung.

15. bis 18. Lebensmonat

  • Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (zweite MMR-Impfung).
  • Die dritte Meningokokkenimpfung ist möglich.

24. Lebensmonat

  • Dritte FSME-Impfung.

Siebentes Lebensjahr (Schulanfänger)

  • Auffrischungsimpfung gegen Diphtherie, Kinderlähmung (Polio), Keuchhusten und Tetanus.

9. Lebensjahr

  • Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs (Mädchen)

13. Lebensjahr

  • Mädchen sollten bis zum 13. Lebensjahr jedenfalls zwei MMR-Impfungen erhalten haben oder entsprechend mit der fehlenden MMR-Impfung nachgeimpft werden.
  • Hepatitis-B-Impfung: Spätestens bis zu Beginn des 13. Lebensjahres soll die Impfung gegen Hepatitis B abgeschlossen sein. Das genaue Impfschema hängt vom verwendeten Impfstoff ab. Nach Möglichkeit sollte bei Säuglings- bzw. Vorschulalter-Geimpften im 13. Lebensjahr ein Booster erfolgen.

14. bis 15. Lebensjahr

  • Auffrischungsimpfung gegen Kinderlähmung (Schluckimpfung).
  • Diphtherie-Tetanus-Auffrischungsimpfung (spezieller dT-Impfstoff mit verminderter Diphtherie-Antigen-Komponente).

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Auffrischungsimpfungen im Erwachsenenalter

  • Die Diphtherie-Tetanus-Impfung (dT) sowie die Kinderlähmungsschluckimpfung sollen alle zehn Jahre aufgefrischt werden. Bei Überschreiten dieses Intervalls kann nicht mehr mit einem sicheren Schutz gerechnet werden. Auch in diesem Fall kann jedoch eine wirksame Auffrischungsimpfung durchgeführt werden.
  • Ganz generell stellt das im obigen Impfplan angegebene Alter eine Empfehlung als „Richtlinie“ dar. Wird dieser Zeitpunkt aus irgendeinem Grund (z.B. akute Erkrankungen) versäumt, kann jede dieser Impfungen zum ehestmöglichen Termin nachgeholt werden.
  • Beachten Sie aber, dass sich Impfempfehlungen aufgrund neuer medizinische Erkenntnisse ändern können. Fragen Sie daher immer Ihren Kinderarzt.

© DDr. Peter Voitl

Weiterführende Lexikoneinträge:

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Der Inhalt dieser Seite wurde am 2. Juni 2003 erstellt.

Der Inhalt dieser Seite wurde am 25. Juli 2011 letztmalig geändert.