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Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose)

Das Pfeiffersche Drüsenfieber wird durch einen Virus aus der Herpesgruppe (Epstein-Barr-Virus) ausgelöst; meist ist das Kind im Alter zwischen 4 bis 15 Jahren betroffen. Die Krankheit hinterlässt eine lebenslange Immunität. Eine Häufung ist zwischen April und Juni bzw. im Herbst zu erwarten. Das Virus wird über Speichel übertragen.

Symptome

Typisch für die Krankheit sind schmerzhaft geschwollene Lymphknoten vor allem am Hals, aber auch an anderen Lokalisationen. Halsschmerzen mit einem grauen Belag an den Mandeln, Fieber, Müdigkeit, Bauchschmerzen und ein Hautausschlag sind charakteristisch. Viele Kinder haben gar keine Symptome. Die Erkrankung dauert zwischen zwei Wochen und einigen Monaten.

Die Diagnose kann durch eine Blutuntersuchung bestätigt werden.

Therapie

Eine ursächliche Therapie ist nicht möglich, man behandelt mit reichlich Flüssigkeit, fiebersenkenden Medikamenten und körperlicher Schonung. Das Antibiotikum Ampicillin soll nicht verwendet werden, da danach eine typische Hautreaktion auftreten kann.

Komplikationen

Komplikationen sind selten, gelegentlich kann es zu einer Gelbsucht kommen. Eine Zweitinfektionen mit Bakterien ist sehr selten möglich, ebenso ein Milzriss. Veränderungen der Blut bildenden Zellen und eine Entzündung des Herzmuskels sind äußerst selten.


Weiterführende Lexikonbeiträge:

© DDr. Peter Voitl, Kinderarzt, Wien, 22

erstellt am: 11. November 2007
zuletzt geändert am: 26. Juli 2011